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28.06.2011

15:04 Uhr

Begehrter Immobilienfonds

Anleger stürmen die Türme der Deutschen Bank

VonJessica Schwarzer

Die Deutsche Bank verkauft Ackermanns Büro. Über einen Immobilienfonds können sich ihre Kunden jetzt an der Konzernzentrale beteiligen. Die Anleger sind begeistert - obwohl die Rendite mickrig ist.

Ein Mann telefoniert in Frankfurt am Main vor der Zentrale der Deutschen Bank. Quelle: dapd

Ein Mann telefoniert in Frankfurt am Main vor der Zentrale der Deutschen Bank.

DüsseldorfFinanzkräftige Mieter und lang laufende Mietverträge, das mögen Zeichner geschlossener Immobilienfonds. Die Fondsgesellschaft DWS, eine Tochter der Deutschen Bank, liefert genau das. Sie verpackt die Türme der Deutschen Bank in einen Fonds.

Das Investment in „Soll und Haben“, wie die Türme auch genannt werden, verspricht eine Rendite von fünf Prozent pro Jahr. „DWS Access Deutsche Bank Türme“ heißt der geschlossene Fonds. Die Deutsche Bank bietet den Fonds exklusiv ihren Kunden an. Und die sind begeistert.

„Die Platzierung läuft sehr, sehr gut, die Anleger reißen sich um die Anteile“, heißt es in Frankfurter Finanzkreisen. Die DWS wollte das auf Anfrage nicht kommentieren. Experten hatten allerdings damit gerechnet, dass sich der Fonds schnell platzieren lässt.

Mit einer jährlichen Ausschüttung von fünf Prozent sind die Chancen zwar begrenzt, das Risiko ist es aber auch. „Die Rendite ist absolut, als auch unter Berücksichtigung des Risikoprofils, gut.“, sagt Katrin Esser von Feri Eurorating. „Für den Fonds sprechen der finanzkräftige Mieter, der lang laufende Mietvertrag und natürlich die Immobilien selbst.“ Die Zwillingstürme der Deutschen Bank wurden gerade erst aufwendig renoviert und sind auf dem neuesten Stand der Technik.

Kommentare (2)

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herbert1949

28.06.2011, 16:26 Uhr

Was sind die Menschen bloß für Narren.
Bei 600 Millionen Verkaufserlös bedeutet das einen Kaufpreis von 8571 Euro pro m2. Das ist schon ein guter Preis für ein äteres , selbst für ein neueres Bürogebäude.
Die 600 Millionen können von der Bank -- sofort -- gewinnbringend investiert werden. Im Gegenzug wird eine über 15 Jahre gestreckte Miete von gesamt 480 Millionen gezahlt. Danach kann die Bank ohne große Umstände raus aus dem Vertrag. Das dann anfallende Vermietungsrisiko trägt der FOND bzw. die dummen Käufer. Weiter ist die Miete eine Bruttorendite auf die noch die Steuer zu zahlen ist. IRRSINN

Hansi

28.06.2011, 17:05 Uhr

11,38% Kosten? Da machen ja E.ON-Aktien mehr Spaß!

"Merken Sie sich, die Bank ist nicht Ihr Freund." (Kostolany)

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