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16.04.2010

00:00 Uhr

Bester Fondsmanager

Mann für die Blue Chips mit Radioerfahrung

VonIngo Narat, Anke Rezmer

Zum ersten Mal vergibt Morningstar einen Award an einen Fondsmanager. Beim Start hat sich die Ratingagentur für die Kategorie "Deutsche Aktien" entschieden.

Tim Albrecht verwaltet den DWS Deutschland. Quelle: DWS

Tim Albrecht verwaltet den DWS Deutschland.

HB FRANKFURT. Zum 16. Mal werden in diesem Jahr die Awards der Fonds-Branche vergeben, eine Auszeichnung für einen einzelnen Fondsmanager hat es bisher aber nie gegeben. Mit dieser Tradition bricht Morningstar jetzt und kürt in diesem Jahr den besten Verwalter für deutsche Aktien. Die Wahl ist auf Tim Albrecht von der DWS gefallen. "Das drückt auch ein Vertrauen in die künftige Leistung aus", sagt Werner Hedrich, deutscher Researchleiter von Morningstar.

Albrecht ist seit knapp zehn Jahren bei der DWS, begann dort als Analyst. Sein Flaggschiff ist der knapp 900 Mio. Euro schwere "DWS Deutschland". Albrecht ist momentan "offensiv investiert", wie er sagt. Er ist guter Dinge für den Markt, weil er noch keine Euphoriestimmung erkennt, wie sie oft charakteristisch ist vor dem Kippen einer Hausse.

Albrecht wünscht sich mehr Käufer. "Das Thema Deutschland ist ein bisschen out", bedauert er. Der Verwalter investiert stark in Dax-Werte. Neun der zehn größten Positionen kommen aus diesem Universum der deutschen Blue Chips. In diesem Jahr traut der Verwalter dem Index noch einen Anstieg bis auf 6500 Punkte zu. Einen spürbaren Anteil kleinerer Aktien hat er auch beigemischt, weil die bei guter Stimmung auch gut laufen.

Affinität entwickelte Albrecht zum Finanzbereich, als er im Kindesalter in den Radionachrichten die Kurse der deutschen Aktien hörte. Dann folgte der Schritt in die Praxis. "Bei einer Sparkasse habe ich mit ungefähr 13 Jahren die erste eigene Aktie gekauft, mit Einwilligung der Eltern", erinnert er sich. Es war der kanadische Öltitel Dome Petroleum.

Institutionelle Anleger legen sehr viel Wert auf nachvollziehbare Investmentprozesse und feste Organisationsstrukturen. Das sagt auch der DWS-Mann. Seiner Meinung nach darf man die Fähigkeiten eines Einzelnen und dessen Freiräume bei Portfolioentscheidungen dennoch nicht unterschätzen: "Wenn es an den Märkten stürmt, sind besondere Qualitäten gefragt."

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