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16.04.2010

00:00 Uhr

Bestes kleines Aktienhaus

Perlenfischer aus Australien

VonIngo Narat

Den Preis für das beste Aktienhaus mit kleinem Produktangebot in Deutschland geht an First State Investments. Die ursprünglich australische Adresse hat sich vor allem mit ihrer Expertise für Schwellenländertitel ausgezeichnet.

FRANKFURT. Den Preis für das beste Aktienhaus mit kleinem Produktangebot in Deutschland geht an First State Investments. Die ursprünglich australische Adresse hat sich vor allem mit ihrer Expertise für Schwellenländertitel ausgezeichnet. "Wir suchen nach nachhaltigen Geschäftsmodellen und investieren langfristig", sagt Gary Withers, Leiter der Europasparte. "Wir haben eine Neigung zu Wachstumsaktien und werden in manchen Phasen daher auch mal unterdurchschnittliche Ergebnisse abliefern."

Die Gesellschaft verwaltet in Europa rund 30 Mrd. Euro, ist aber auf dem Heimatmarkt Australien viel größer. In der Investmentphilosophie unterscheidet sich das Haus nach eigener Wahrnehmung von den Konkurrenten durch eine langfristig ausgerichtete Anlage - abgekoppelt von modischen Investmentthemen, die mit der Neuauflage von Produkten unterlegt werden.

In Zukunft will sich First State breiter aufstellen. "Wir haben auch andere Produkte und werden diese Ausrichtungen ausbauen", sagt Withers. In der näheren Zukunft will der Mann aus London vor allem Produkte für Rohstoffanlagen in Australien und globale Infrastrukturthemen anbieten.

Für die Aktienmärkte ist die Gesellschaft derzeit vorsichtig gestimmt. "Wir haben eine unglaublich schnelle Erholung erlebt und glauben jetzt, dass wir in den nächsten zwölf Monaten eine Korrektur sehen", sagt Withers.

In der aktuellen Staatsschuldendebatte sieht er eher einen Vorteil für die Strategie seines Hauses. "Die Schulden wurden nur von den Banken und Unternehmen auf den Staat verlagert, die Probleme aber nicht gelöst", warnt er. Seiner Einschätzung nach ist "die staatliche Finanzlage in den Industrieländern schrecklich, in den Schwellenländern aber nicht so akut." ina

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