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23.01.2007

10:33 Uhr

Börsenumsätze mit Derivaten

Anleger suchen bei Zertifikaten Schutz

Der Umsatz mit Derivaten ist an den deutschen Börsen 2006 kräftig gestiegen. Nach Angaben des Deutschen Derivate Instituts (DDI) lag das durchschnittliche monatliche Handelsvolumen mit 10,6 Mrd. Euro mehr als 50 Prozent über dem Wert im zweiten Halbjahr 2005, als das DDI erstmals Zahlen veröffentlichte.

rad FRANKFURT. Insgesamt wurden an den Börsen in Stuttgart und Frankfurt Zertifikate, Optionsscheine, Hebelprodukte und Aktienanleihen im Volumen von 127,6 Mrd. Euro gehandelt. Experten schätzen, dass die Banken das doppelte Volumen noch einmal im Direkthandel mit Kunden abwickeln.

Getragen wurde der Aufschwung vor allem von Anlagezertifikaten. Ihr Anteil an den Börsenumsätzen mit Derivaten lag Ende Dezember bei 58 Prozent, weil Privatanleger zunehmend defensive Papiere mit Sicherheitsschutz wie Bonus- oder Discountzertifikate kaufen.

Noch beliebter sind bei den Deutschen Produkte mit Kapitalgarantie. Da diese überwiegend direkt in den Bankfilialen verkauft werden, spielen sie in der Statistik aber keine Rolle. Dieter Lendle, Geschäftsführer des DDI erwartet, dass sich der Siegeszug der Zertifikate fortsetzt: "Mit steigendem Interesse der Bevölkerung an Derivaten wird der Anteil der defensiven Anlagezertifikate weiter stark ansteigen." Gleiches gilt aber auch für die Zahl der Produkte: Die Zahl der ausstehenden Anlagezertifikate wuchs um 120 Prozent auf 66 593 Papiere. Insgesamt waren Ende 2006 an deutschen Börsen 137 515 Derivate gelistet.

Im Wettbewerb der Börsenplätze behielt Stuttgart klar die Nase vorn. 72 Prozent der Umsätze entfielen nach DDI-Angaben auf die Schwaben, Frankfurt kam auf einen Anteil von 28 Prozent.

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