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05.02.2005

10:30 Uhr

Brasilien und Mexiko gehören zu den Topfavoriten

Fondsmanager setzen auf Lateinamerika

Lateinamerika zählte im vergangenen Jahr zu einer der ertragreichsten Anlageregionen weltweit. Mit den beiden Spitzenfonds unter den 21 ausgewerteten Produkten mit Anlageschwerpunkt in diesem Teil der Welt konnten Privatinvestoren 2004 ein Plus von 39 bzw. 34 Prozent einfahren.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. „Doch Lateinamerika ist eine bislang von deutschen Anlegern kaum beachtete Erfolgsgeschichte“, sagt Andrea Schruff, Leiterin des Portfoliomanagements Aktien beim Privatbankhaus Weberbank. Doch der Ausblick nach vorne scheint chancenreich: Mark Mobius, der mit seinem Templeton Latin America Fund aus dem Hause Franklin Templeton auf dem ersten Platz rangiert, erwartet trotz der Rally 2004 eine weiterhin gute Entwicklung. Ähnlich positiv sieht es Scott Piper, Portfoliomanager bei Morgan Stanley in New York und verweist auf attraktive Bewertungen und Fundamentaldaten. Beide bauen auf anhaltende Strukturreformen, eine Konjunkturerholung in den Schlüsselmärkten Brasilien und Mexiko sowie auf wachsende Konsumausgaben im Privatbereich.

„Wir finden besonders unter den Firmen, die verstärkt in den heimischen Märkten aktiv sind, gute Titel mit attraktiver Bewertung“, sagt Mobius. Sein fortgesetzter Fokus auf Brasilien und Mexiko oder auch die Branchenaufteilung im Fonds seien vor allem das Ergebnis seiner wertorientierten Anlagephilosophie. „Beispielsweise hat eine unserer Positionen in Argentinien das Verkaufslimit erreicht und das Risiko-Ertrags-Verhältnis war nicht länger attraktiv. In Mexiko und Brasilien haben wir hingegen bessere Chancen bei niedrigerem politischem und finanziellem Risiko ausgemacht“, sagt Mobius. In den beiden relativ kleinen und illiquiden Märkten Kolumbien und Venezuela finde er derzeit kaum noch interessante Papiere.

Auffällig ist, dass sowohl das Templeton-Produkt als auch der Morgan Stanley-Latin American Equity Fund die Mittel derzeit auf rund 35 bis 40 Titel konzentrieren. „Wir erachten das Portfolio für über Länder, Sektoren und Risikoeinstufungen breit und gut gestreut“, sagt Scott Piper. Etwa die Hälfte der Titel werde pro Jahr im Schnitt ausgetauscht. Bei der jüngsten Konzentration und Umschichtung im Fonds habe man von Zyklikern Abstand genommen und sich Richtung langfristiger Marktführer bewegt. „Während wir in den binnenmarktorientierten Sektoren Lateinamerikas übergewichtet bleiben, haben wir immer wieder Titel verkauft, die sehr gut gelaufen sind und jetzt oberhalb ihrer mittelfristigen Fundamentaldaten gehandelt werden.“

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