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30.06.2015

14:43 Uhr

China

Rentenfonds sollen Zugang zur Börse erhalten

China will das Rentensystem des Landes auf Nachhaltigkeit trimmen. Um den staatlich gelenkten Rentenfonds bessere Renditen zu ermöglichen, sollen diese nun Zugang zur Börse erhalten. Das hat noch einen weiteren Nutzen.

Nach den jüngsten Kurseinbrüchen an Chinas Börse könnte die Pläne der Regierung für neue Impulse sorgen. AFP

Sog der Konjunkturabkühlung

Nach den jüngsten Kurseinbrüchen an Chinas Börse könnte die Pläne der Regierung für neue Impulse sorgen.

ShanghaiChina will staatlich gelenkten Pensionsfonds Investitionen an der Börse ermöglichen. Demnach sollen von Regionalregierungen gesteuerte Fonds die Möglichkeit erhalten, 30 Prozent ihres Nettoanlagevermögens in Aktien zu investieren. Einem in der Nacht zum Dienstag veröffentlichten Entwurf des Finanzministeriums zufolge sind auch andere Anlageformen möglich: so etwa Investitionen in Aktienfonds, bestimmte Derivate und in Infrastrukturprojekte. Bislang durften die Pensionsfonds ihr Geld nur in Staatsanleihen und Bankeinlagen stecken. Die Fonds verwalten insgesamt Vermögenswerte im Volumen von zwei Billionen Yuan (umgerechnet rund 288 Milliarden Euro).

Der staatlichen Zeitung „Securities Times“ zufolge könnten nach den neuen Regeln künftig bis zu 87 Milliarden Euro in den Aktienmarkt fließen. Der Staat will den Fonds mit den neuen Regeln bessere Renditemöglichkeiten für ihre Anlagen eröffnen und zugleich das Rentensystem auf Nachhaltigkeit trimmen.

Zugleich dürfte die staatlichen Wirtschaftslenkern daran gelegen sein, den Börsen nach den jüngsten Kurseinbrüchen im Sog der Konjunkturabkühlung neue Impulse zu geben. Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, öffnet die Zentralbank in Peking die Geldschleusen weiter.

Von

rtr

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