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20.01.2005

10:54 Uhr

Christoph Bruns, der frühere Star der Union Investment, will im Revier der Volksbanken wildern

Aktienguru kehrt nach Deutschland zurück

VonIngo Narat

Christoph Bruns, der ehemalige Aktienstar von Union Investment kehrt ins deutsche Fondsgeschäft zurück. Das Ticket Chicago-Frankfurt ist noch nicht gebucht. Aber in etwa drei Wochen wird er in Frankfurt einschweben. Sein früherer Arbeitgeber ist darüber allerdings wenig begeistert.

FRANKFURT/M. Bruns hat bis zum Frühjahr 2002 die Aktienfonds der Investmentgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken auf Vordermann gebracht und sich dabei großes Renommee erworben. Sein Markenzeichen war neben der analytischen Intelligenz die Fähigkeit, das komplizierte Börsengeschehen auch dem Normalverbraucher in kurzen und einprägsamen Worten nahe zu bringen.

Anlegern und Union im Gedächtnis geblieben ist der heute 37-Jährige auch durch die Rettung des damals miserabel laufenden internationalen Aktienfonds Uniglobal. Bruns Protegé, der frühere Union-Chef Manfred Mathes, hatte das Produkt schon aufgegeben. Dann übernahm Bruns das Steuer und schaffte das Kunststück. Er machte aus dem siechenden Fonds ein milliardenschweres Top-Produkt.

Doch mit Bruns’ direktem Chef Rüdiger Ginsberg – dem späteren Mathes-Nachfolger – stimmte die Chemie nicht. Das war neben seiner amerikanischen Frau der Grund für seinen Wechsel in die USA, wo er sich „nur noch mit Kind, Philosophie und dem eigenen Vermögen beschäftigen“ wollte.

„Aber jetzt will ich noch mal in den Ring steigen“, sagt Bruns. Er wird bei der kleinen Loys GmbH in Oldenburg als Partner einsteigen. Die Gesellschaft ging aus dem Norddeutschen Aktienclub hervor. Heute bietet sie den genossenschaftlichen Banken Nischenprodukte im Finanzbereich an. Ein Kuriosum am Rande: Loys-Partner Frank Trzewik leitet in Personalunion die Vermögensverwaltung der Volksbank Oldenburg. Den sechs Millionen Euro leichten internationalen Aktienfonds von Loys hat Bruns schon umgekrempelt. Bald soll auch ein Hedge-Fonds aufgelegt werden.

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