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17.05.2012

20:48 Uhr

CS Euroreal

Ratingagentur macht Immobilienfondsanlegern Mut

VonAnke Rezmer, Anne Wiktorin

Eine Analyse von Scope zeigt, dass die Konsolidierung bei offenen Immobilienfonds weit fortgeschritten sein soll. Das macht den Anlegern der CS Euroreal Hoffnung auf eine Wiedereröffnung des Fonds.

Der Fonds der Credit Suisse könnte wieder geöffnet werden. Reuters

Der Fonds der Credit Suisse könnte wieder geöffnet werden.

FrankfurtOffene Immobilienfonds sind aus dem Gröbsten heraus, wenn am kommenden Montag über die Zukunft des CS Euroreal, des letzten milliardenschweren Fonds mit Problemen entschieden worden ist. Das stellte Sonja Knorr, Analystin der Ratingagentur Scope bei der Vorstellung der diesjährigen Branchenratings fest. Dann hätten die verbleibenden Anbieter die Chance zum Neuanfang, allerdings unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen.

Anlegern des CS Euroreal, die seit zwei Jahren ihre Anteile nicht mehr gegen Bargeld tauschen können, macht die Analystin Hoffnung. Dem Fonds der Credit Suisse traut Knorr die Wiedereröffnung zu - trotz des gescheiterten, ähnlichen Rettungsversuchs der SEB für deren Immobilienfonds.

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„Anders als der SEB-Fonds verfügt der CS Euroreal immerhin über 25 Prozent Nettoliquidität“, sagt die Analystin - das Kapital stehe zur Auszahlung von Anlegern zur Verfügung, die ihre Anteile zurückgeben wollen. Zudem weise das Immobilienportfolio des Credit-Suisse-Fonds eine höhere Qualität auf: „Die Altersstruktur der Immobilien ist günstiger, der CS Euroreal ist ein klar fokussierter Europa-Fonds“, sagt sie.

Am Montag entscheiden die 200.000 Anleger des sechs Milliarden Euro schweren eingefrorenen Fonds, ob dieser aufgelöst wird oder unter neuen Bedingungen bestehen bleibt. Sieben andere große Fonds mit einem Volumen von 20 Milliarden Euro werden bereits abgewickelt.

Kommentare (1)

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Anlegerentscheidung...

17.05.2012, 22:47 Uhr

Nicht 200.000 Anleger entscheiden über die Fortführung des Fonds, sondern nur eine Kapitalminderheit von ca. 25%. Langfristig orientierte Bestandsanleger können also von einer Minderheit 'überstimmt' werden. Hinter diesem von der Credit Suisse als 'Anlegerentscheidung' suggerierten Prozess steht letztlich die fehlende Bereitschaft der Credit Suisse, ihr Produkt z.B. durch eine temporäre Anteilsübernahme bis zu einer Marktberuhigung zu stützen. Damit zeigt die Credit Suisse letztlich - wie zuvor auch die SEB AG - wie sie zu ihren Bestandsanlegern steht. Dies wurde hier schon am 21.02.12 von Herrn Reichel richtig kommentiert.
Für die Bestandsanleger ist es sehr bedauerlich, daß sich Credit Suisse, SEB AG, AXA, Morgan Stanley etc. nicht an den früheren positiven Vorgaben von z.B. DEKA, DB oder Allianz orientiert haben.

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