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23.11.2016

17:15 Uhr

Dax 2017

Was Anleger im kommenden Jahr erwartet

VonPeter Köhler, Eike Hagen Hoppmann

Aktien bleiben im nächsten Jahr die erste Wahl für die Anleger. Doch die Musik spielt wegen des Trump-Faktors an den US-Börsen. An politischen Risiken herrscht kein Mangel. Aber die größte Gefahr lauert woanders.

Ein Fernsehbild zeigt den designierten US-Präsidenten vor der Dax-Kurve. Trump dürfte nach Meinung von Experten die US-Börsen beflügeln, nicht aber den deutschen Leitindex. Reuters

Donald Trump

Ein Fernsehbild zeigt den designierten US-Präsidenten vor der Dax-Kurve. Trump dürfte nach Meinung von Experten die US-Börsen beflügeln, nicht aber den deutschen Leitindex.

FrankfurtUlrich Stephan, der Chefanlagestratege der Deutschen Bank für Privat- und Firmenkunden, war nervös. Allerdings trieben ihn am Mittwoch bei der Vorstellung des Kapitalmarktausblicks nicht Sorgen um die Finanzmärkte um. Nein, er bangte um seinen „Lieblingsverein“ Borussia Mönchengladbach, der am Mittwochabend gegen Manchester City in der Champions League antreten muss. Zu den Finanzmärkten stellte er im Zwillingsturm der Bank eher die Chancen im kommenden Jahr heraus.

Die Entwicklung an den Finanzmärkten werde zwar von politischen Unsicherheiten bestimmt sein. Allerdings dürften die Anleger an den Aktienbörsen am Ende noch ganz gut bedient werden. „Wir sehen den Aktienmarkt eher auf der Gewinnseite“, sagte Stephan. An politischen Großereignissen herrscht auch 2017 kein Mangel, in wichtigen europäischen Ländern wie Deutschland oder Frankreich wird gewählt, zusätzlich lassen sich die Auswirkungen des Brexits und der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten noch nicht vollständig abschätzen. Das könnte zu erhöhten Schwankungen an den Finanzmärkten führen.

Große Sprünge sind an den Aktienmärkten deshalb nicht zu erwarten. Den Dax sieht Stephan Ende 2017 bei 11 300 Punkten. Das würde im Vergleich zum heutigen Stand einem Plus von etwa 640 Punkten entsprechen. Damit ist er etwas zurückhaltender als die DZ-Bank, die in ihrem Kapitalmarktausblick einen Anstieg auf 12.000 Punkte prognostiziert hatte.

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Als Reaktion auf die Wahl von Donald Trump erwartet Christophe Foliot, Leiter International Equities bei Edmond de Rothschild Asset Management, in den kommenden Monaten eine Erholung der zyklischen Titel. „Donald Trumps erste Äußerungen als designierter Präsident stehen in krassem Gegensatz zu seiner populistischen Wahlkampfrhetorik und werden zyklische Aktien dorthin zurückbringen, wo sie hingehören“, sagte er in seinem jüngsten Marktbericht.

In den vergangenen zwei Jahren hätten Anleger Bewertungszahlen ignoriert und stattdessen bevorzugt Aktien von konjunkturunempfindlichen Unternehmen mit langfristigem Wachstumspotenzial gekauft. Trumps Wahlsieg dürfte nun zu einem Rückgang der Bewertungsabstände führen.

Kommentare (7)

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23.11.2016, 17:24 Uhr

Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

Herr Helmut Metz

23.11.2016, 17:58 Uhr


"Schaut euch die Aktienmärkte an, Die Entwicklung des Euros!
Donald Trump senkt die Unternehmenssteuern auf 15% und die Engländer auch!
Das Kapital wandert aus der Euro-Zone."

Der Tschortscho Eibl liegt absolut richtig. ;-)
Aktien aus der Euro-Zone gehören daher auch aus dem Portfolio rausgeschmissen.
€ versus USD short mit 1:400-Hebel würde ich persönlich nicht machen - kann man aber, wenn man sehr mutig ist und genug Risikokapital hat.
Die wirkliche Gefahr liegt jedoch bei einem sehr schnellen Anstieg der Bond-Yields der Staatsanleihen der Euro-Zone. Das wird dann für die EZB richtig ungemütlich...

Frau Edelgard Kah

24.11.2016, 13:54 Uhr

Wie schön. Immer wieder neue Prognosen. Mal von dieser, mal von jener Bank. Aber wie ist das mit dem Blick in die Glaskugel? Gibt es jemand, der daran ernsthaft glaubt?

Wahrscheinlich nur Neugeborene. Die nicht die Erfahrung gemacht haben, dass die Prognosen nur in seltenen Ausnahmefällen ins Schwarze treffen. Gerade eben hat sich die ganze Zunft wieder bis auf die Knochen blamiert. Für den Fall eines Wahlsieges von Donald Trump sahen fast alle Banken herbe Kursverluste voraus. Tatsächlich kam es an den amerikanischen Aktienmärkten zu einer Rally mit täglich neuen Rekordkursen. Die Prognostiker haben somit Plus und Minus verwechselt. Macht nichts, wenn man sich von Grund auf geiirrt hat. Dann legt man eben unverfroren einen gelehrt klingenden neuen Ausblick vor.

Was mich am meisten stört, ist das Gehabe. Die Worte "könnte", "vielleicht" und "weiß man nicht" kommen bei den Herren Prognostikern nicht vor. Man könnte meinen, die Herren wüßten mit großer Sicherheit und ganz genau was auf uns zukommt.

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