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07.04.2015

14:29 Uhr

Dividenden und Fonds

Geldregen für Aktionäre

VonJessica Schwarzer

Nicht nur der Frühling steht vor der Tür, sondern auch die Dividendensaison. So mancher Anleger wird mit Blick auf sein Depot Frühlingsgefühle bekommen. Die Dividendenstrategie lohnt sich, auch für Fondsanleger.

Ratenkredite sind derzeit günstig. Getty Images

Geldregen

Ratenkredite sind derzeit günstig.

DüsseldorfAlles Jahre wieder: Die Sonne lacht, das Thermometer klettert – und die Dividenden gleich mit. Auch in diesem Jahr wird wieder deutlich mehr Geld ausgeschüttet als im Vorjahr. Allein die 30 größten börsennotierten Konzerne im Dax überweisen ihren Anteilseignern in diesem Frühjahr knapp 30 Milliarden Euro – so viel wie noch nie.

Dividendenstarke Aktien sind derzeit gefragt. „Nachdem auch die Renditen von Unternehmensanleihen und festverzinslichen Wertpapieren aus den Schwellenländern deutlich gesunken sind, setzen immer mehr Investoren auf Dividendenpapiere, um regelmäßige Erträge zu generieren“, sagt Detlef Glow von der Ratingagentur Lipper. „Immerhin zahlen einige Unternehmen mittlerweile höhere Dividenden auf ihre Aktien als Zinsen für ihre Anleihen.“

Dividenden und ETFs: Auf die Auswahl kommt es an

Dividenden und ETFs

Auf die Auswahl kommt es an

Mit ETFs können Anleger breit gestreut auf Dividenden setzen. Was es zu beachten gilt.

Grundsätzlich können Anleger mit Dividenden genauso regelmäßige Erträge erzielen wie mit festverzinslichen Wertpapieren. „Allerdings kann die Höhe der Dividenden im Gegensatz zu den Zinskupons von Jahr zu Jahr schwanken“, gibt Glow zu bedenken. Und natürlich kann auch der Wert eines Dividendenfonds deutlich stärker schwanken als der Wert eines Rentenfonds. „Folglich braucht ein Anleger, der auf die Dividendenstrategie setzt, eine höhere Risikotragfähigkeit und ein höheres Risikobudget als ein Anleger, der in festverzinsliche Wertpapiere investiert.“
Nicht nur in Zeiten von Minizinsen spricht viel für die Dividendenstrategie. „Langfristig machen Dividenden bis zu 50 Prozent der totalen Wertentwicklung einer Aktie aus“, sagt Anlageexperte Ali Masarwah vom Analysehaus Morningstar. Viele aktive Fonds und passive börsengehandelte Indexfonds (ETFs) setzten auf diesen Trend.

So sparen die Deutschen

Der Durchschnitt

Ich spare regelmäßig: 64 Prozent
gelegentlich: 26 Prozent
gar nicht: 9 Prozent
keine Angabe: 1 Prozent
Quelle: Forsa-Umfrage „Sparerkompass 2015“

Nach Geschlecht

Regelmäßige Sparer:

Männer: 65 Prozent
Frauen: 62 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Männer: 22 Prozent
Frauen: 30 Prozent

Nicht-Sparer:
Männer: 11 Prozent
Frauen: 7 Prozent

Nach Alter

Regelmäßige Sparer:

18-29 Jahre: 63 Prozent
30-39 Jahre: 68 Prozent
40-49 Jahre: 62 Prozent
50-59 Jahre: 62 Prozent
60-69 Jahre: 65 Prozent

Nach Familienstand

Regelmäßige Sparer:
Mit einem Partner lebend: 68 Prozent
Allein lebend: 56 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Mit einem Partner lebend: 24 Prozent
Allein lebend: 31 Prozent

Nicht-Sparer:
Mit einem Partner lebend: 8 Prozent
Allein lebend: 11 Prozent

Nach Erwerbstätigkeit

Regelmäßige Sparer:
Erwerbstätig: 68 Prozent
Arbeiter: 66 Prozent
Angestellte: 71 Prozent
Beamte: 69 Prozent
Selbständig: 74 Prozent
Nicht erwerbstätig: 57 Prozent
Hausfrau: 65 Prozent
Rentner: 73 Prozent
Schüler/Student: 42 Prozent
Arbeitslos: 16 Prozent

Nach Ortsgröße

Regelmäßige Sparer:
Unter 20.000 Einwohner: 67 Prozent
20.000 bis 100.000 Einwohner: 64 Prozent
100.000 bis 500.000 Einwohner: 71 Prozent
500.000 Einwohner und mehr: 50 Prozent

Nach Bundesländern

Regelmäßige Sparer:
Berlin: 45 Prozent
Sachsen: 47 Prozent
Brandenburg: 53 Prozent
Niedersachsen: 53 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern: 56 Prozent
Hamburg: 61 Prozent
Schleswig-Holstein: 61 Prozent
Saarland: 65 Prozent
Sachsen-Anhalt: 66 Prozent
Baden-Württemberg: 66 Prozent
Hessen: 67 Prozent
Thüringen: 67 Prozent
Bremen: 68 Prozent
NRW: 68 Prozent
Rheinland-Pfalz: 68 Prozent
Bayern: 74 Prozent

Nach Summen

So viel spart der Durchschnittsdeutsche pro Monat:
Weniger als 50 Euro: 10 Prozent
50 bis unter 100 Euro: 22 Prozent
100 bis unter 200 Euro: 25 Prozent
200 bis unter 300 Euro: 15 Prozent
300 bis unter 400 Euro: 9 Prozent
400 bis unter 500 Euro: 5 Prozent
500 Euro und mehr: 10 Prozent

Bei Anlegern kommt die Dividendenstrategie bereits seit geraumer Zeit gut an. Das zeigen nicht zuletzt die hohen Zuflüsse, die diese Produkte in den vergangenen Jahren verzeichnet haben.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

07.04.2015, 14:43 Uhr

Ein gut diversifiziertes und strukturiertes Aktien-Portfolio (neben dem Immobilien-Portfolio als 2. Standbein der Altersvorsorge) - ob nun selbst gemangt oder in einer VV - sollte selbstverständlich sein, um (nicht nur) den Ruhestand finanziell sorgenfrei durch ein passives Einkommen ohne staatliche Almosen zu genießen.


Grüße aus Downtown-Mainhattan. Der schönsten Stadt Deutschlands. And the heartbeat of financial €urope and HQ of Super-Mario.


Ralph

Investmentbanker (CFA, Eurex- und Xetra-Lizenz)
- selbst. Börsenhändler -
Algo- und System-Trading

Handelsbuch mit 5,0 Mio. € Handelslimit, genehmigt durch die hinterlegte Sicherheit in physischen Gold auf dem Margin-Konto

Herr Peter Spiegel

07.04.2015, 15:00 Uhr

Ralph Westend@
Sofern Sie im Ausland anlegen, sonst wird das nichts.

Herr Johnny Ringo

07.04.2015, 16:35 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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