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21.01.2005

09:40 Uhr

DWS wagt aber optimistischen Ausblick

Aktien- und Immobilienfonds büßen 2004 an Beliebtheit ein

Die deutschen Anleger haben Aktien- und offenen Immobilienfonds 2004 den Rücken gekehrt. Die Zuflüsse in Investmentfonds für Privatanleger sanken auf den niedrigsten Stand seit 1996.

dpa-afx FRANKFURT. Gleichzeitig erreichte die Branche beim verwalteten Fondsvermögen erstmals die Rekordmarke von einer Billion Euro. Das teilte der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) am Donnerstag in Frankfurt mit. Die Fondszuflüsse betrugen netto nur noch 6,5 Mrd. Euro (2003: 32,1 Mrd Euro).

Aus Aktienfonds wurden unterm Strich sogar Mittel in Höhe von 3,5 Mrd. Euro abgezogen. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der "New Economy" im Jahr 2000 waren noch 65,8 Mrd. Euro neu in solche Anlageprodukte investiert worden. "Nach der Phase der Kursrückgänge haben sich breite Gruppen von Anlegern aus dem Aktienmarkt zurückgezogen", stelle BVI-Vorstandssprecher Axel-Günter Benkner fest. Dabei habe der Wertzuwachs von Fonds mit Schwerpunkt Deutschland 2004 bei ordentlichen acht Prozent gelegen.

Die Neuinvestitionen in offene Immobilienfonds gingen nach dem Boom von 13,7 Mrd. Euro im Jahr 2003 auf 3,1 Mrd. Euro zurück, lagen damit aber immer noch im Plus. Hohe Abflüsse bei prominenten Anlagen wie dem deutschen Immobilienfonds der Deka-Bank hatten für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Der Deka-Fonds konnte nur dank der Hilfe der Bank vor einem Liquiditätsengpass bewahrt werden. Stark rückläufig war auch die Entwicklung bei Geldmarktfonds, aus denen 9,1 Mrd. Euro abflossen.

Benkner wagte dennoch einen optimistischen Blick ins neue Jahr. "Beim Thema Altersvorsorge läuft alles auf uns zu", meinte der Verbandsmanager und Chef des Branchen-Marktführers DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Durch den Wegfall der Steuererleichterung für Lebensversicherungen sei nun ein fairer Wettbewerb zwischen den Anlageformen möglich. "Das Nachholpotenzial ist hier zu Lande riesig, 75 Prozent der Bevölkerung haben noch keine Fonds", meinte Benkner.

Etwas besser als bei den Publikumsfonds sah es 2004 bei den so genannten Spezialfonds für institutionelle Investoren wie Versicherungen, Pensionskassen und Stiftungen aus. Der Zuwachs für diese Fonds lag bei 17,7 Mrd. Euro (2003: 24,3 Mrd Euro).

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