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19.09.2011

16:29 Uhr

Eigenkapital reduzieren

Bilfinger will Infrastruktur-Fonds auflegen

Bilfinger Berger will einen börsennotierten Fonds für Infrastrukturprojekte mit der Öffentlichen Hand aufgelegen. Dadurch soll das Volumen des in solchen Projekten gebundenen Eigenkapitals reduziert werden.

Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger: Der Fonds des Unternehmens soll mit einem Platzierungsvolumen von bis zu 280 Millionen Euro gelistet werden. dpa

Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger: Der Fonds des Unternehmens soll mit einem Platzierungsvolumen von bis zu 280 Millionen Euro gelistet werden.

FrankfurtDer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger will einen börsennotierten Fonds für gemeinsame Infrastrukturprojekte mit der Öffentlichen Hand auflegen. Der Fonds mit einem Platzierungsvolumen von bis zu 280 Millionen Euro soll an der Londoner Börse gelistet werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Mit dem Schritt will Bilfinger Berger einem Sprecher zufolge das Volumen des in solchen Projekten gebundenen Eigenkapitals reduzieren. Bilfinger habe sich hier eine Obergrenze von 400 Millionen Euro gesetzt. Die 19 Projekte, die in den Fonds eingebracht werden, binden Bilfinger zufolge aktuell 161 Millionen Euro Eigenkapital. Mit dem Fonds bekommt der Konzern somit wieder mehr Luft für neue Projekte. 

Die Fondsanteile sollen institutionellen Anlegern - dazu gehören etwa Banken, Versicherer oder Pensionsfonds - zu einem festgelegten Preis angeboten werden. Bilfinger Berger will mindestens 19,9 Prozent des Fondskapitals übernehmen. In den Fonds würden Projekte eingebracht, die der Konzern zusammen mit der Öffentlichen Hand aufgelegt hatte. Zu diesen als Public-Private-Partnership-Projekten (PPP) bezeichneten Vorhaben gehören dem Sprecher zufolge etwa Schulen-, Straßen-, und Krankenhausprojekte, die fast alle in der Betriebsphase sind. Bilfinger Berger erzielt damit laufende Einnahmen. Insgesamt verfügt Bilfinger über 30 PPP-Projekte. 

Das Listing für den Infrastrukturfonds ist für November geplant. Im Oktober soll der Verkaufsprospekt veröffentlicht werden. Im ersten Quartal 2012 soll der Verkauf der Projekte an den Fonds unter Dach und Fach sein. Der Konzern rechnet mit einem Nettoerlös von bis zu 270 Millionen Euro im kommenden Geschäftsjahr. Mindestens 55 Millionen Euro davon sollen in den Fonds reinvestiert werden. Der Buchgewinn für den Konzern werde voraussichtlich bei bis zu 50 Millionen Euro liegen.

Von

rtr

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