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17.01.2011

12:22 Uhr

Einkaufstour

Deutsche-Bank-Tochter nutzt Schwäche der Konkurrenz

Der Markt für deutsche Immobilienfonds kommt nicht auf Touren, zahlreiche Fonds sind für die Anleger nach wie vor geschlossen. Die Deutsche Bank sieht in diesem Umfeld große Chancen. Sie will in der Krise zukaufen.

Das "Kap am Südkai" liegt jetzt in einem RREEF-Fonds. Pressebild

Das "Kap am Südkai" liegt jetzt in einem RREEF-Fonds.

HB FRANKFURT. Die Deutsche-Bank-Tochter RREEF will für ihre in Deutschland gemanagten Immobilienfonds auch im neuen Jahr groß auf Einkaufstour gehen. Aller Voraussicht nach würden Immobilien für rund 1,8 Milliarden Euro erworben, teilte RREEF am Montag mit. Damit würde das Vorjahresniveau gehalten: 2010 hatte die Gesellschaft 964 Millionen Euro in neue Objekte für ihre beiden offenen Immobilienfonds investiert, der Rest floss in Zukäufe für die Immobilienspezialfonds.

„Deutschland war im Jahr 2010 erstmals wieder ein klarer Schwerpunkt unserer Investitionsstrategie“, erklärte Georg Allendorf, Sprecher der Geschäftsführung von RREEF Deutschland. Dabei profitierte die Gesellschaft auch von der Schwäche einiger Mitbewerber unter den Immobilienpublikumsfonds. So kaufte RREEF etwa das Bürogebäude „Kap am Südkai“ in Köln. Das Objekt gehörte zuvor dem Immobilienfonds Degi Global Business der Gesellschaft Aberdeen. Der Fonds ist seit längerer Zeit nicht liquide genug, um ausstiegswillige Anleger auszuzahlen.

RREEF hatte bereits im September erklärt, die Krise der hiesigen offenen Immobilienfonds für sich nutzen zu können und von deutlichen Mittelzuflüssen berichtet. Wie Allendorf nun sagte, konnte RREEF im vergangenen Jahr für die offenen Immobilienfonds 1,1 Milliarden Euro neu einsammeln, für die Spezialfonds sagten institutionelle Anleger 500 Millionen Euro zu. Für 2011 geht RREEF von ähnlichen Mittelzuflüssen aus.

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