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15.02.2006

10:10 Uhr

Energie ist 2006 Favorit

AS-Fonds-Manager glauben an den Rohstoff-Boom

VonEgon Wachtendorf, Der Fonds

Albrecht Gohlke, Berater des Universal-AS-Fonds I, erzielte im vergangenen Jahr einen Wertzuwachs von 25,22 Prozent. Immer häufiger gewinnen Manager hohe Renditen mit kleinen Anlagesummen.

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HAMBURG. „Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein.“ Dieser Stoßseufzer einer akrobatischen Gans, liebevoll zu Papier gebracht vom kürzlich verstorbenen Karikaturisten Friedrich Karl Wächter, könnte auch von Albrecht Gohlke stammen. Zwar erzielte der Berater des Universal-AS-Fonds I im vergangenen Jahr mit einer speziell für die Altersvorsorge zusammengestellten Mischung aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren einen Wertzuwachs von 25,22 Prozent und ließ damit als Klassenbester 26 ähnlich strukturierte Portfolios hinter sich (Tabelle). Da aber AS-Fonds – das Kürzel steht für Altersvorsorge-Sondervermögen – aufgrund der fehlenden steuerlichen Förderung längst nicht mehr aktiv vermarktet werden, interessiert der Erfolg vermutlich hauptsächlich die Statistiker.

Trotzdem gibt Gohlke die Hoffnung nicht auf, neue Investoren auf seinen nur noch zwei Millionen Euro leichten Fonds aufmerksam zu machen. „Bezogen auf den Aktienanteil lag der Wertzuwachs 2005 sogar bei fast 40 Prozent“, wirbt der Abteilungsdirektor der Münchener Privatbank Hauck & Aufhäuser und lässt durchblicken, dass er sich auch für 2006 ein hervorragendes Ergebnis vorstellen kann. Zwar beurteilt er die allgemeine Entwicklung etwas skeptischer als der Markt, Chancen sieht er aber in dem Thema, das dem Universal-AS-Fonds I bereits im vergangenen Jahr entscheidende Impulse gegeben hat: der zunehmenden Rohstoffverknappung.

Als Begründung führt er die lange Zeit vernachlässigten Investitionen im Energie- und Bergbausektor an. Da es kaum Anzeichen für eine sinkende Nachfrage gebe, müssten neue Lagerstätten erschlossen werden.

Davon profitierten vor allem Zulieferfirmen wie Salzgitter, Vallourec oder Tubacex. Die drei Röhrenhersteller sind im Portfolio des Universal-AS-Fonds I ebenso prominent vertreten wie der Kupferproduzent Phelps Dodge oder der Solarzellen-Hersteller Solarworld. Ähnlich wie Universal-Berater Gohlke schöpft auch Nikolaus Pöhlmann die für AS-Fonds gesetzlich festgeschriebene Obergrenze für Aktieninvestments (75 Prozent) nahezu voll aus. „Daran dürfte sich auch in den kommenden Monaten nichts ändern“, sagt der Manager des zweitplatzierten DWS Vorsorge AS (Flex) und zählt den Energiebereich ebenfalls zu seinen Favoriten für 2006. Der Trend zu höheren Energiepreisen sei „langfristig und sehr nachhaltig“ und begünstige vor allem Öl-Ausrüster. Die zweite Branche, der Pöhlmann eine überdurchschnittliche Entwicklung zutraut, ist der Finanzdienstleistungssektor. „Aufgrund des hohen Wachstums im Privatkundengeschäft und der anhaltenden Konsolidierung bietet insbesondere der italienische Markt noch Potential“, so der DWS-Manager.

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