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20.05.2013

16:22 Uhr

ETF-Sparpläne

Schritt für Schritt zum Vermögen

Börsengehandelte Indexfonds erfreuen sich wachsender Beliebtheit, vor allem als Baustein zum Vermögensaufbau. Auch für die Altersvorsorge eigenen sich ETFs. Wie Sparer mit kleinen Raten Reichtum anhäufen.

Diese US-Dollar-Scheine sind falsch. Wer beim ETF-Sparen einen langen Atem hat, kann sich über ein echtes Vermögen freuen. dpa

Diese US-Dollar-Scheine sind falsch. Wer beim ETF-Sparen einen langen Atem hat, kann sich über ein echtes Vermögen freuen.

DüsseldorfGeduld zahlt sich aus. Wer mit Aktien oder Anleihen ein Vermögen ansparen will, braucht zwar einen langen Atem, wird aber mit einer stattlichen Rendite belohnt. Wer beispielsweise 35 Jahre lang Monat für Monat 100 Euro in globale Aktien investiert hat, erzielte eine jährliche Rendite von 6,6 Prozent. Aus den eingezahlten 42.000 Euro wurden stattliche 156.517 Euro, wie die Statistik des Fondsverbands BVI zeigt. Deutsche Aktien schnitten mit einer jährlichen Rendite von 7,6 Prozent und einer Endsumme von 196.427 Euro sogar noch besser ab. Zugegeben ein extrem langer Anlagezeitraum.

Doch auch auf Sicht von zehn Jahren geht die Rechnung auf: Global anlegende Aktienfonds kommen auf eine jährliche Rendite von 3,3 Prozent, aus 12.000 wurden 14.167 Euro. Auch hier liegt der Dax mit einer Rendite von 5,6 Prozent und einem angesparten Vermögen von 15.972 Euro klar vorne. Auch wer auf europäische oder internationale Anleihen setzte, fuhr auf Sicht von zehn Jahren Renditen von mehr als drei Prozent ein.

Erfolgsgeschichte ETF

1000 ETFs

In nun zwölf Jahren ist die Anzahl der auf Xetra gelisteten, börsengehandelten Indexfonds auf mehr als 1000 gestiegen. Fünf ETFs von db X-trackers der Deutschen Bank, die an Indizes mit Aktien aus Bangladesch, Pakistan, den Philippinen, Singapur und Japan gekoppelt sind, haben am 22. August 2012 die 1.000er-Marke gerissen.

Verwaltetes Vermögen

Rund 180 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen ist in Aktien-, Renten- und Rohstoff-ETFs investiert. (Stand: 22. August 2012)

Aktien-ETFs

Die Mehrheit der ETFs bildet Aktienindizes aus 48 unterschiedlichen Länder und Regionen, 26 Branchen sowie zu neun verschieden Themen ab.

Renten-ETFs

218 Indexfonds ermöglichen Zugang zu Staatsanleihen, Unternehmensanleihen oder dem Geldmarkt.

Währungen und Rohstoffe

Im größten Produktangebot Europas findet der Anleger auch ETFs, die Rohstoffindizes, Hedge-Fonds, Volatilität und Währungen abbilden.

Rate für Rate lässt sich so ein kleines Vermögen aufbauen. „Auch mit kleinen Beträgen kann man die Risiken vernünftig streuen und an der positiven Entwicklung des Kapitalmarkts teilhaben“, sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Weil die Rendite so hoch sein soll wie möglich, greifen immer mehr Anleger zu kostengünstigen Varianten. Die Zahl der Sparpläne auf börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETFs) bei Onlinebrokern und Direktbanken wächst stetig. „Immer mehr Anleger entdecken ETFs für Sparpläne“, sagt Sven Württemberger von iShares, der ETF-Tochter der Investmentgesellschaft Blackrock. „Mit wenigen Produkten lässt sich das Anlagevermögen breit streuen und das Risiko so minimieren.“ Denn Indexfonds bilden die Entwicklung eines Börsenbarometers nahezu eins zu eins ab. Anleger setzten also mit einem Produkt auf Dutzende oder gar Hunderte Aktien oder Anleihen.

Kommentare (9)

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Rosaliusz

20.05.2013, 16:52 Uhr

Wollt ihr noch mehr Anleger verkoksen?

Also die Realität sieht so aus: diese ganze Sparpläne und Berechnungsmethoden gehören auf dem direkten Weg in die Abfalltonne. Selbst wenn das so wäre, sind diese 3% Rendite nach 10 Jahren um 2% gekürzt um die statistisch berechnete Inflation.

Diverse Fonds verlangen auch noch erhebliche Kosten für das Management usw.

Und noch eine Sache darf man nicht vergessen. Wer in etwa im Jahre 1998 in die Fonds eingestiegen ist der kommt auf diese Rendite (vielleicht) Wer das aber im März 2000 tat,
und da war die Aktie Telekom in so ziemlich jeden Fond...
der hat bestenfalls immer noch heftig Minus von mehreren Prozent.

Das schöne dabei: gerade wenn in Zeitungen solche Artikel erscheinen, sollte man vorsichtshalber auf Tauchstation gehen.

Magic

20.05.2013, 17:11 Uhr

Teilweise muss ich meinem Vorkommentator Rosaliusz widersprechen. Das im Artikel geschilderte Prinzip ist nachweisbar und nachrechenbar. Und noch ein Rechenfehler:
3% Rendite abzüglich 2% Inflation ergibt immer noch 1% Plus oder zumindest Kapitalerhalt. 1% Sparzinsen ergibt aber schon mal in Minus ;-)
Nur in einem gebe ich Rosaliusz Recht! Solche Artikel kommen meist dann, wenn die Kurse oben sind, und ob dann der richtige Moment zum Start eine Sparplans ist, erscheint fraglich. (Obwohl sich das über die Länge der Anlagedauer relativiert) Der Verlustbringer ist nicht der Sparplan, sondern dass die Leute bei fallenden Kursen die Nerven verlieren und zur Unzeit verkufen

Cerno

20.05.2013, 18:17 Uhr

Rechnen ermöglicht objektive Vergleiche. Hier gibts einen Vergleichsrechner: http://www.fonds-etf.de/Vergleichsrechner_ETF-Fonds_zu_aktiven_Fonds

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