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07.01.2008

11:00 Uhr

Euro-Geldmarktfonds

Defensive Geldmarktfonds hängen die Konkurrenz ab

VonClaudia Lindenberg (Das Investment)

Der Markt für Euro-Geldmarktfonds bleibt gespalten: Während der Deka-Geldmarkt Plan CF, der vergleichsweise konservativ in klassische Geldmarktpapiere investiert, zu den besten Angeboten seiner Kategorie gehört, konnte der in verbriefte Kreditforderungen investierende Deka Euro Flex Plus TF nur mit Mühe ein positives Ergebnis erzielen.

Euro-Geldmarktfonds. Grafik: Handelsblatt

Euro-Geldmarktfonds. Grafik: Handelsblatt

HAMBURG. Der Deka-Geldmarkt Plan CF, der vergleichsweise konservativ in klassische Geldmarktpapiere investiert und den Anlegern zur besseren Kalkulierbarkeit sogar einen Renditezielpfad nennt, gehört mit einem Zwölf-Monats-Zuwachs von 3,76 Prozent zu den besten Angeboten seiner Kategorie. Demgegenüber schaffte der mit einem beträchtlichen Teil des Fondsvermögens in verbriefte Kreditforderungen (Asset Backed Securities oder kurz ABS) investierende Deka Euro Flex Plus TF nur mit Mühe ein positives Ergebnis. Andere Fonds mit ähnlicher Strategie rutschten auf Zwölf-Monats-Sicht sogar in die roten Zahlen (Tabelle).

Dabei hat sich der Abwärtstrend im letzten Monat des Vergleichszeitraums noch einmal verstärkt. "Der Liquiditätsbedarf und damit der Druck an den Geldmärkten hat zum Jahresende noch einmal zugenommen", kommentiert Deka-Manager Brian McCarthy den im November angefallenen Verlust von 0,58 Prozent.

Ganz anders verlief dagegen die Entwicklung des Meag Pro Zins: Der Fonds der Münchener-Rück-Gruppe gehörte bereits vor der US-Hypothekenkrise zu den besten Angeboten seiner Kategorie, obwohl Manager Andreas Moritz ABS nur im vergleichsweise geringen Umfang von bis zu 25 Prozent beimischen darf. Auch im aktuellen Zwölf-Monats-Vergleich schneidet der Fonds sehr gut ab: Als einziger erzielte er einen Wertzuwachs von mehr als vier Prozent und belegt damit den Spitzenplatz.

Das gute Abschneiden führt der Meag-Manager vor allem auf zwei Faktoren zurück. "Wir haben zum einen bereits rechtzeitig im Frühjahr 2007 die Restlaufzeiten im Fonds verkürzt und waren zum anderen mit Fremdwährungsanleihen aus Island, Ungarn, der Türkei und Japan erfolgreich", erklärt Moritz. Die maximal zulässige Quote der Fremdwährungen von zehn Prozent hat er im vergangenen Jahr teils vollständig ausgenutzt. Derzeit ist er jedoch weit defensiver aufgestellt. "Wir haben aktuell lediglich ein Prozent des Portfolios in Yen-Anleihen investiert, hinzu kommen 1,9 Prozent in Papieren, die auf isländische Kronen lauten", sagt Moritz, der beide Positionen währungsgesichert hat. "Die aktuelle Marktlage ist gekennzeichnet von starken Schwankungen, dementsprechend wollen wir die Risiken weitgehend beschränken." Vollständig verabschiedet von ABS hat sich Moritz jedoch nicht. "Wir sind derzeit in diesem Segment mit 16,5 Prozent des Portfolios investiert, halten aber ausschließlich europäische Titel." Auf der Laufzeitenseite wappnet sich der Meag-Manager über Papiere mit variabler Verzinsung, sogenannten Floatern, gegen mögliche Zinsrisiken.

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