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19.01.2005

13:08 Uhr

Fonds + ETF

Euwax: Douglas rechnet mit Umsatzsteigerung

Der Handelskonzern Douglas hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 sein Vorsteuerergebnis stärker gesteigert als erwartet. Für den weiteren Geschäftsjahresverlauf rechnet das Unternehmen mit Umsatz- und Ergebnisverbesserungen. Die Aktie reagiert darauf heute mit einem deutlichen Kurssprung von zeitweise mehr als fünf Prozent auf 27,60 Euro. Im Vorfeld der heute gemeldeten Zahlen hatten bereits gestern Mittag einige Anleger an der Euwax klassische Kaufoptionsscheine auf Douglas geordert...

Die Quartalsberichtssaison in den USA ging gestern in die zweite Woche.

Der Technologieriese IBM und der Internetdienstleister Yahoo konnten dabei mit überraschend guten Zahlen aufwarten. Auch der Netzwerkausrüster Juniper-Networks konnte gestern von einer angehobenen Umsatzprognose nachbörslich profitieren. Anders dagegen die Chiphersteller Advanced Micro Devices und Rambus, die jeweils die Erwartungen der Analysten verfehlten. Und auch der weltweit drittgrößte Handyhersteller Motorola fand sich auf der Verliererseite wieder, nachdem der Gewinn im ersten Quartal am unteren Ende der Analystenerwartungen liegen soll.

Während diese Impulse für den heutigen Mittwoch überwiegend erst nachbörslich in den USA kamen, konnten sich die Kurse an der Wall Street im Dienstagshandel nach anfänglichen Verlusten deutlich erholen. Die Standardwerte im Dow Jones schlossen 0,7 und die Technologiewerte an der Nasdaq 0,9 Prozent über ihrem Vortagsniveau. Beflügelt wurde der Markt dabei durch positive Entwicklungen in der US-Kapitalbilanz und durch einen im Handelsverlauf wieder gesunkenen Ölpreis. Einen ähnlichen Turnaround wie ihn die Wall Street gestern erlebte, verzeichnete im Nachmittagshandel auch der Deutsche Aktienindex. Im Handelssegment Euwax der Börse Stuttgart hatte die Mehrheit der Anleger sich noch vor der Eröffnung der Wall Street am Dienstag in Knock-out-Calls und Kaufoptionsscheine investieret. Die meisten Anleger hielten die Erholung im Dax gestern indes für übertrieben und schlossen auch vor dem Hintergrund der gestern zu erwartenden Quartalszahlen entweder ihre Positionen gänzlich oder investierten sich kurz vor Handelsschluss in Deutschland in Verkaufsoptionsscheine oder Knock-out-Puts.

Die unterm Strich positiven Vorgaben aus den USA verloren ihre Wirkung jedoch bereits im asiatischen Handel. Nach anfänglich deutlicheren Kursgewinnen nahmen die Asiaten im weiteren Handelsverlauf ihre Gewinne in Aktien vorerst mit. Der japanische Nikkei 225 schloss mit einem Mini-Plus von 0,16 Prozent. Entsprechend dieses insgesamt gemischten Bildes zur Handelseröffnung in Europa startete der Deutsche Aktienindex am Morgen zunächst behauptet, konnte dann aber im weiteren Handelsverlauf zulegen. Er stieg im morgendlichen Handel in der Spitze um knapp 0,5 Prozent auf rund 4270 Punkte. Der entgegen den Erwartungen der Anleger an der Euwax nun doch gestiegene Dax führte am Morgen zu Verkäufen der gestern Abend noch georderten Puts. Teilweise waren die Anleger hier auch von der Sorge vor einem drohenden Knock-out getrieben. Gleichzeitig wurden Positionen aufgebaut, die von einem steigenden Dax profitieren. Im weiteren Handelsverlauf gibt der Deutsche Aktienindex indes wieder Teile seines Tagesgewinns wieder ab. Gegen Mittag notiert er nur noch weniger als 0,2 Prozent im Plus bei rund 4255 Punkten bei einem insgesamt relativ ruhigen Handelsverlauf.

Vor der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten in den USA am Nachmittag steigt am europäischen Rentenmarkt der Bund-Future am Morgen auf ein neues Rekordhoch von 120,2 Punkte. Unterstützt wurde der Bund-Future dabei von Kursgewinnen der US-Anleihen am Dienstag. Ob sich der Bund-Future über 120 Punkten halten kann oder sogar seinen Widerstand bei rund 120,6 Punkten testen wird, hängt zu guter letzt von den US-Verbraucherpreisen ab, die heute gegen 14:30 Uhr (MEZ) in den USA gemeldet werden. Zur gleichen Zeit gemeldet werden außerdem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Realeinkommen und die Wohnbaubeginne in den USA. Die Anleger an der Euwax hatten bislang ein nachhaltiges Überschreiten der Marke von 120 Punkten im Bund-Future für unwahrscheinlich gehalten und daher in den vergangenen Tagen gegen den Rentenindex spekuliert. Nun steigt jedoch die Unsicherheit vor einem weiter anziehenden Bund-Future und sorgt für Verkäufe von Knock-out-Puts und klassischen Verkaufsoptionsscheinen auf das Rentenbarometer.

Unter den Einzelaktien im Dax stehen heute die Versicherungswerte Münchener Rück und Allianz unter Druck. Die Gründe sind einzelne Herabstufungen durch große Investmentbanken. So stuft Lehman-Brothers die Münchener Rück auf "equal-weight" von zuvor "overweight" herab. Gleichzeitig stufte die Investmentbank aber auch den gesamten europäischen Versicherungssektor auf "neutral" zurück. Mit einem ähnlich unerfreulichen Urteil äußerten sich am Morgen die Analysten der Deutschen Bank zur Allianz. So wird die Aktie des Versicherungskonzerns auf "hold" nach bislang "buy" herabgestuft. Nähere Einzelheiten zur Begründung dieser Ratings waren am Morgen indes noch nicht bekannt. Beide Aktien geben daraufhin rund ein Prozent ab und führen gemeinsam die Verliererliste im Deutschen Aktienindex an. An der Euwax spiegelt sich das Geschehen im deutschen Versicherungssektor in erster Linie bei Kaufoptionsscheinen und Knock-out-Calls auf die Allianz wieder. Dabei kam es am Morgen überwiegend zu Verkäufen per Stop-Loss-Order.

Der Handelskonzern Douglas hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 sein Vorsteuerergebnis stärker gesteigert als erwartet. Zudem ist das Unternehmen dank eines guten Weihnachtsgeschäfts mit einem Umsatzplus ins neue Jahr gestartet. Für den weiteren Geschäftsjahresverlauf rechnet das Unternehmen mit weiteren Umsatz- und Ergebnisverbesserungen. Die Aktie reagiert darauf heute mit einem deutlichen Kurssprung von zeitweise mehr als fünf Prozent auf 27,60 Euro. Im Vorfeld der heute gemeldeten Zahlen hatten bereits gestern Mittag einige Anleger an der Euwax klassische Kaufoptionsscheine auf Douglas geordert. Diese Scheine können heute entsprechend dem Kursverlauf der Aktie deutlich zulegen und werden daher heute bereits wieder mit Gewinn verkauft.

Während der Dollar im asiatischen Handel sein Niveau von gestern Abend noch halten konnte, gibt er im europäischen Handel wieder leicht nach. Der Euro steigt dabei auf knapp 1,31 Dollar. Dieser leichte Auftrieb beim Euro sorgt für Käufe in Knock-out-Calls auf die europäischen Einheitswährung. Dabei werden überwiegend Produkte gekauft, die ihre Verfalls-Barrieren bei rund 1,2950 Dollar haben. Diese Scheine wurden gestern Morgen beinahe panikartig verkauft, nachdem der Euro unter die Marke von 1,30 Dollar gesackt war. Nun werden diese Scheine aufgrund ihres attraktiven Hebels wieder zurückgekauft.

EUWAX Trends - Plain-Vanilla-Optionsscheine (Stand 12:00 Uhr)

Basiswert / TypBasispreisK.O.Wg.LaufzeitWKNBemerkungen
Dax / Call4400-16. Mrz 05CG6D0Umehr Käufer
Dax / Put4100-09. Mrz 05CS6F9Hmehr Verkäufer
Douglas Holding / Call22-15. Mrz 06DR1C0Gmehr Verkäufer
Bund-Future / Put120-

24. Mai 05

DR1CGHmehr Verkäufer
EUR/USD / Put1,30-$18. Mrz 05A0CPV9mehr Verkäufer

Die Stuttgarter Terminbörse Euwax ist Marktführerin beim Handel mit Zertifikaten und Optionsscheinen.

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