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19.02.2004

11:43 Uhr

Ex-Guru wird als Chef von KST Wertpapier gehandelt

Kurt Ochner bastelt an seinem Comeback

VonMarcus Pfeil (Handelsblatt)

Heimlich, still und leise bereitet Kurt Ochner, ehemaliger Star-Fondsmanager bei Julius Bär, sein Comeback in der Finanzszene vor. Ochner hat es dabei auf einen fast schon in Vergessenheit geratenen Börsenmantel abgesehen, den der KST Wertpapier AG. Die befindet sich seit über einem Jahr in Liquidation.

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DÜSSELDORF. Versteckt in einer Adhoc-Mitteilung zu ihrem Jahresergebnis 2003 teilte die Baader Wertpapierhandelsbank, bislang Mehrheitseigner an der KST, gestern mit: die Liquidation der KST werde nicht weiter verfolgt. Stattdessen plane Baader, die KST-Anteile an eine „Investorengruppe zu verkaufen“. Damit würde dem Börsenmantel KST neues Leben eingehaucht.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der KST Ende März soll über die Fortführung der Gesellschaft und über eine Kapitalerhöhung beschlossen werden. Der Einladung zur Hauptversammlung, die vergangenen Dienstag im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, ist zu entnehmen, dass die KST zu einer Beteiligungsgesellschaft ausgebaut werden soll. Zudem soll das Kapital der KST in einem ersten Schritt von sieben Mill. Euro auf 13 Mill. Euro aufgestockt werden.

Die Hauptversammlung wird auch die Neubesetzung des Aufsichtsrats beschließen: Vorsitzender des Aufsichtsrats soll Stephan M. Hess werden. Und in der Person Hess schließt sich der Kreis zu Kurt Ochner, schließlich ist Hess gleichzeitig Aufsichtsratschef der Starbitrage AG, die von Kurt Ochner geführt wird. In der Hauptversammlungseinladung ist auch die Rede davon, dass sich die KST im Vorstand mit zwei „qualifizierten Wertpapierspezialisten“ nach der Neuausrichtung personell verstärken will. Einer der zwei Spezialisten soll Unternehmenskreisen zufolge Kurt Ochner sein. Nico Baader, Sprecher bei Baader, wollte sich zu der Personalie nicht äußern.

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