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04.04.2006

13:46 Uhr

Fernost-Portfolio

Asien-Fonds von Fidelity feiert ein Comeback

VonAutor: Egon Wachtendorf, Der Fonds

In den vergangenen zwölf Monaten feierte das Duo Fidelity South East Asia und Fidelity Asian Special Situations ein bemerkenswertes Comeback. Ein hoher Anteil koreanischer Aktien stärkt die Wertentwicklung.

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HAMBURG. Als Fidelity Anfang der 90er-Jahre zum ersten Mal um deutsche Anleger warb, präsentierte sich die amerikanische Investmentgesellschaft vor allem als Spezialistin für den Wachstumsmarkt Südostasien. Länderfonds für Hongkong, Malaysia oder Thailand – das gab es bei der deutschen Konkurrenz nicht. Und die Ergebnisse des Boom-Jahres 1993 erfüllten die kühnsten Erwartungen: Damals erzielten nicht nur die genannten Spezialitäten einen dreistelligen Wertzuwachs, sondern auch der wesentlich breiter gestreute Fidelity South East Asia.

Im darauf folgenden Jahr nutzten die Marketing-Strategen der Gesellschaft die Gunst der Stunde und schickten mit dem Fidelity Asian Special Situations ein weiteres Fernost-Portfolio ins Rennen. Wer damals zugriff und bis heute durchhielt, wurde jedoch enttäuscht. So ließ sich seither mit simplen Bundesanleihen mehr Geld verdienen, und auch hinter dem Vergleichsindex MSCI Pacific ex Japan blieb der Fidelity Asian Special Situations seit 1994 zurück. Beides trifft auch für den Fidelity South East Asia zu.

Immerhin, in den vergangenen zwölf Monaten feierte das Duo ein bemerkenswertes Comeback: Mit einem Plus von 46,11 Prozent belegt der Fidelity South East Asia unter 101 Asien-Fonds den ersten Platz, der Fidelity Asian Special Situations folgt mit 42,92 Prozent auf Rang fünf (Tabelle). Einer der Gründe für das gute Abschneiden: der mit jeweils über 30 Prozent sehr hohe Anteil koreanischer Aktien. Prominent gewichtete Titel wie Samsung, Hyundai Motor oder Kookmin Bank profitierten vom Aufschwung in Seoul und sind nach Ansicht von Allan Liu, dem Manager des Fidelity South East Asia, weiter haltenswert. Daneben baut er seit einigen Monaten den Anteil von in Hongkong und Thailand gehandelten Aktien aus.

Den größten Unterschied zum von Joseph Tse betreuten Fidelity Asian Special Situations sieht Liu darin, dass er selbst stark auf Wachstumsunternehmen setze, während Tse seinem Fonds auch Substanztitel beimische. „Auf der anderen Seite streue ich breiter, und die enthaltenen Firmen haben im Durchschnitt eine höhere Marktkapitalisierung“, setzt Liu hinzu.

Für Gabriele Hartmann von der Münchner Analysegesellschaft Fondsconsult kommt die jüngste Erholung des Fidelity-Duos nicht überraschend. „Fonds mit einem wachstumsorientierten Managementansatz spielen ihre Stärken vor allem in steigenden Märkten aus“, sagt Hartmann. Nach ihrer Ansicht gibt es eine Reihe von Fonds, die das Auf und Ab der Märkte seit 1993 besser bewältigen. Als Beispiel nennt sie den auf Rang sechs liegenden Aberdeen Global Asia Pacific, der in allen Phasen relativ gut abschneide.

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