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26.02.2015

13:44 Uhr

Fondgesellschaft mit Erfolg

Union Investment profitiert von Zinsflaute

Union Investment reitet auf der Erfolgswelle: Im vergangenen Jahr stieg das Vorsteuerergebnis auf 485Millionen Euro. Auch das verwaltete Vermögen erreichte einen neuen Rekord. Die Zukunft erscheint bei dem Fonds rosig.

Union Investment erweist sich als Goldgrube. gms

Union Investment erweist sich als Goldgrube.

FrankfurtDie Fondsgesellschaft Union Investment erweist sich einmal mehr als Goldgrube für die genossenschaftliche Bankengruppe. Das Vorsteuerergebnis stieg im vergangenen Jahr auf 485 (2013: 399) Millionen Euro, wie das Investmenthaus am Donnerstag mitteilte.

Das verwaltete Vermögen erreichte einen neuen Höchststand von 232 (206) Milliarden Euro. Dabei half nicht nur die gute Entwicklung an den Märkten. Die Anleger trugen auch mehr neue Gelder zu den Genossen - unter dem Strich gut 16 Milliarden Euro.

„Damit ist 2014 eines der absatzstärksten Jahre in der Unternehmensgeschichte von Union Investment“, zog Vorstandschef Hans Joachim Reinke in Frankfurt Bilanz. Anders als in den boomenden Aktienjahren 1999 und 2000 sei das Neugeschäft dieses Mal aber nicht vom Ansturm auf eine einzelne Anlageklassen geprägt, sondern von der Suche nach einer ausgewogenen Vermögensstruktur.

Staatsanleihen: Renditen im Sinkflug

USA

Rendite (zehnjährige Anleihe): 2,61 Prozent
Renditeveränderung (in den vergangenen drei Monaten): - 17,1 Basispunkte
Quelle: Bloomberg, 10.06.2014

Deutschland

Rendite: 1,38 Prozent
Renditeveränderung: - 24,8 Basispunkte

Italien

Rendite: 2,74 Prozent
Renditeveränderung: - 62,4 Basispunkte

Spanien

Rendite: 2,57 Prozent
Renditeveränderung: - 72,9 Basispunkte

Portugal

Rendite: 3,32 Prozent
Renditeveränderung: - 110,6 Basispunkte

Irland

Rendite: 2,41 Prozent
Renditeveränderung: - 65,9 Basispunkte

Griechenland

Rendite: 5,47 Prozent
Renditeveränderung: - 132,4 Basispunkte

Frankreich

Rendite: 1,71 Prozent
Renditeveränderung: - 48,5 Basispunkte

Finnland

Rendite: 1,57 Prozent
Renditeveränderung: - 35,9 Basispunkte

Österreich

Rendite: 1,66 Prozent
Renditeveränderung: - 24,7 Basispunkte

Niederlande

Rendite: 1,60 Prozent
Renditeveränderung: - 24,6 Basispunkte

Belgien

Rendite: 1,81 Prozent
Renditeveränderung: -52,1 Basispunkte

Großbritannien

Rendite: 2,69 Prozent
Renditeveränderung: - 10,8 Basispunkte

Japan

Rendite: 0,59 Prozent
Renditeveränderung: - 2,5 Basispunkte

Schweiz

Rendite: 0,72 Prozent
Renditeveränderung: - 25,8 Basispunkte

Russland

Rendite: 4,26 Prozent
Renditeveränderung: - 89,3 Basispunkte

Türkei

Rendite: 8,67 Prozent
Renditeveränderung: - 187 Basispunkte

Ähnliches hatte unlängst der Branchenverband BVI berichtet. Am stärksten fielen die Zuwächse bei Union Investment im Geschäft mit institutionellen Kunden aus: Hier lag der Nettoabsatz bei elf Milliarden Euro, zum Vorjahr ein Plus von 73 Prozent. Bei den Privatkunden steigerte das Fondshaus das Neugeschäft um 38 Prozent auf fünf Milliarden Euro.

Kleinsparer sind seit der Finanzkrise besonders vorsichtig mit Geldanlagen, wie viele Fondsanbieter klagen. Dabei sind die Sparer gerade im anhaltenden Niedrigzinsumfeld auf renditeträchtige Anlagen angewiesen, wie auch Reinke betonte. „Weder Tagesgeld & Co. noch der Sparstrumpf unter dem Kopfkissen bieten Lösungen für die derzeitigen Anlageherausforderungen.“

Union Investment, die die Privatkunden in erster Linie über das weit verzweigte Netz der Volks- und Raiffeisenbanken erreicht, konnte nach eigenen Angaben insbesondere mit Mischfonds punkten, die das Risiko über mehrere Anlageklassen hinweg streuen. Bei den institutionellen Kunden waren erneut Dividendenstrategien, Immobilien- und Rentenanlagen mit längerer Laufzeit sowie Hochzinsanleihen gefragt.

Von

rtr

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