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31.05.2011

22:46 Uhr

Fondgesellschaften

Deutsche Fecht-Champions brachten Anleger um Millionen

ExklusivIm Fechten waren sie weltklasse - doch im Finanzgeschäft konnten sie wenig punkten. Kleinanleger haben durch Investitionen in die Fondsgesellschaften zweier deutscher Fechter viel Geld verloren.

In den Fondsgesellschaften der ehemaligen Fechter Borrmann und Gerull verloren viele Kleinanleger hohe Summen. Quelle: Reuters

In den Fondsgesellschaften der ehemaligen Fechter Borrmann und Gerull verloren viele Kleinanleger hohe Summen.

DüsseldorfTausende Kleinanleger haben durch Anlagen bei Fondsgesellschaften der ehemaligen Weltklassefechter Elmar Borrmann und Thomas Gerull viel Geld verloren. Nach Informationen des Handelsblatts belaufen sich die Verluste für die Anleger insgesamt auf bislang mehr als 150 Millionen Euro. Die Verluste betreffen Fonds der Frankonia-Gruppe, die heute Deltoton heißt, sowie Fonds der Capital Sachwert Alliance (CSA)

Die Verluste ergeben sich aus fehlgeschlagenen Investitionen und Kosten, die den Anlegern berechnet werden. Unter anderem hatte die Frankonia-Gruppe in Unternehmen wie die Cargolifer AG investiert, die später Insolvenz anmeldete. Nach Handelsblatt-Informationen sind von ursprünglich 50.000 Anlegern nurmehr 20.000 übrig.

Borrmann und Gerull starteten Mitte der 1990er Jahre mit der Frankonia-Gruppe am grauen Kapitalmarkt. 2004 trennten sich ihre Wege: Borrmann machte mit den Fonds der CSA weiter. Die Verwaltungsgesellschaft dieser Fonds verkaufte er 2009.

Gerull hält bis heute über Tochterfirmen die Mehrheit an der Deltoton. Bekanntheit erlangten die beiden in den 1980er und 1990er Jahren durch ihre Erfolge im Degenfechten. Borrmann errang unter anderem 1984 und 1992 Olympisches Gold mit der Mannschaft. Gerull war Einzelweltmeister im Jahr 1990.

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