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27.08.2013

14:50 Uhr

Fonds für Vorsichtige

Familienunternehmen werden attraktives Anlageziel

Sie gelten als langlebig und zuverlässig: Familienunternehmen. Sie werden deshalb zum beliebten Ziel konservativer Anleger, allerdings auch nicht ganz ohne Fallstricke. Die Risiken und Nebenwirkungen für Anleger.

Im Family-Business-Fund befinden sich unter anderem auch Aktien von BMW. ap

Im Family-Business-Fund befinden sich unter anderem auch Aktien von BMW.

LondonAuf der Suche nach stabilen Renditebringern setzen Investoren verstärkt auf Familienfirmen. „Wenn man seine Eltern dabei beobachtet hat, wie sie hart am Aufbau des Unternehmens gearbeitet haben, gibt man sein Bestes“, sagt Jose Luis Jimenez Guajardo-Fajardo, Chef von March Gestion, Fondstochter der spanischen Banca March. Schließlich solle das Geschäft für die kommenden Generationen blühen und gedeihen. Im Family Business Fund seinen Hauses sind unter anderem BMW, Swatch, Roche und Berkshire Hathaway, die Investmentfirma des Börsengurus Warren Buffett, vertreten.

Alexander Gunz, der bei Heptagon Capital den Helicon Fund managt, verweist darauf, dass Familienunternehmen üblicherweise geringer verschuldet sind, bei Expansion und Bilanzierung eher konservativ agieren und langfristiger denken. „Da das Wohlergehen stark von der Geschäftsentwicklung abhängt, gibt es einen Gleichklang zwischen den Interessen des Unternehmens und der Aktionäre“, betont Gunz. „Dies schafft eine Kultur mit einem üblicherweise hohen Grad an Engagement.“

Die größten Börsenunternehmen der Welt (Stand März 2013)

Platz 10

Chevron

Marktkapitalisierung: 231 Milliarden Dollar

Branche: Ölkonzern

Platz 9

Nestle

Marktkapitalisierung: 134 Milliarden Dollar

Branche: Konsumgüter

Platz 8

IBM

Marktkapitalisierung: 138 Milliarden Dollar

Branche: Technologie

Platz 7

Microsoft

Marktkapitalisierung: 240 Milliarden Dollar

Branche: Technologie

Platz 6

General Electric

Marktkapitalisierung: 240 Milliarden Dollar

Branche: Mischkonzern

Platz 5

Wal-Mart

Marktkapitalisierung: 247 Milliarden Dollar

Branche: Handel

Platz 4

PetroChina

Marktkapitalisierung: 255 Milliarden Dollar

Branche: Ölkonzern

Platz 3

Berkshire Hathaway

Marktkapitalisierung: 257 Milliarden Dollar

Branche: Investment

Platz 2

Exxon Mobil

Marktkapitalisierung: 403 Milliarden Dollar

Branche: Ölkonzern

Platz 1

Apple

Marktkapitalisierung: 415 Milliarden Dollar

Branche: Technologie

Berechnung

Der Börsenwert eines Unternehmens (Marktkapitalisierung) wird ermittelt indem man die Gesamtzahl der börsennotierten Aktien mit dem aktuellen Kurs der Aktie multipliziert. Aktien, die sich nicht im Streubesitz befinden werden dabei nicht berücksichtigt.

Am Beispiel von Apple heißt dies: 938.649.000 Aktien sind im Umlauf, der Kurs der Aktie betrug zum Stichtag der Analyse 425 Dollar. Ergebnis: Ein Börsenwert von rund 398,9 Milliarden Dollar.

Dies spiegelt sich auch in den Beurteilungen von Standard & Poor's wider: Die Experten der Rating-Agentur attestieren 18 Prozent der beobachteten Familienunternehmen ein „starkes“ Management. Bei nicht familiengeführten Firmen liege die Quote nur bei 13,1 Prozent. Auch bei der Bonitätsbeurteilung schnitten erstere besser ab.

Familienunternehmen entwickeln sich langfristig besser

Alldies kann sich für Investoren in barer Münze auszahlen. Wer im Jahr 2000 in ein Portfolio familiengeführter Unternehmen 1000 Euro gesteckt hat, konnte seinen Einsatz bis 2010 auf 3533 Euro vervielfachen, ergibt eine Studie der spanischen IE Business School.

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