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13.04.2014

09:05 Uhr

Fonds

Größter Staatsfonds der Welt nimmt sich eine Auszeit

Im Hintergrund bleiben und abwarten. Das ist derzeit die Strategie des norwegischen Staatsfonds. Zuerst einmal soll sich zeigen, wie profitabel die Investitionen sind. Wann der Fonds wieder aktiv wird, ist unklar.

Norwegens Staatsfonds ist der größte seiner Art. Mit der neuen Wartestrategie soll die Profitabilität der derzeitigen Investments geprüft werden. dpa

Norwegens Staatsfonds ist der größte seiner Art. Mit der neuen Wartestrategie soll die Profitabilität der derzeitigen Investments geprüft werden.

OsloNorwegens Staatsfonds, der größte in der Welt, steht doch nicht vor schnellen Umwälzungen. Er wird nun erst einmal warten, ob sich die zuletzt neu aufgenommenen Immobilieninvestments auszahlen – bevor eine Entscheidung über weitere Anlageklassen fällt. Zu diesen könnten Infrastruktur und Private-Equity zählen.

Der heute 850 Milliarden Dollar schwere Fonds investiert seit 1998 in Aktien, Schwellenländer kamen 2000 hinzu und der Bereich Immobilien wurde 2011 ergänzt.

„Ob wir es nächstes Jahr oder im Jahr danach machen, das ist noch nicht entschieden“, sagte Paal Bjoernestad, der innerhalb des Finanzministeriums für den Fonds zuständig ist, mit Blick auf ein Votum zu weiteren Anlageklassen. „Wir werden uns damit beschäftigen, es ist nicht vom Tisch.“

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Dieser Ansatz steht allerdings im Gegensatz zu Forderungen innerhalb des von der Zentralbank verwalteten Fonds. Er hatte sich für breiter angelegte Investments ausgesprochen, um das Ertragsziel von vier Prozent zu erreichen.

Der Fonds, der rund 1,3 Prozent aller Aktien in der Welt besitzt, hat seit seinem Start Ende der 1990-er Jahre im Schnitt einen Ertrag von weniger als vier Prozent erzielt. Zentralbank-Chef Oeystein Olsen ist der Meinung, dass der Fonds mehr Risiken eingehen muss, um die Rendite zu verbessern. Er argumentiert dafür, neben den zusätzlichen Investmentklassen Infrastruktur und Private-Equity auch die Obergrenze für Aktien-Anlagen von aktuell 60 Prozent auf 70 Prozent anzuheben.

Derzeit darf der Fonds 35 Prozent seiner Anlagen in Bonds und fünf Prozent in Immobilien stecken. Der Anteil der Immobilien liegt jedoch bei lediglich ein Prozent.

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