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30.01.2007

15:32 Uhr

Fonds mit Bric-Ausrichtung liegen vorn

Experten sehen Chancen in Schwellenländern

Fonds, deren Anlagestrategie auf die so genannten BRIC-Staaten, also Brasilien, Russland, Indien und China, ausgerichtet ist, zählten im vergangenen Jahr zu den Gewinnern. Das zeigt der Vergleich der 92 Angebote umfassenden Kategorie "Aktien Schwellenländer".

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HAMBURG. Von den sechs BRIC-Fonds, die bereits vor dem 1. Januar 2006 an den Start gegangen waren, gehörten zwölf Monate später fünf zu den besten Zehn. Den mit Abstand größten Wertzuwachs erzielte dabei mit 49,39 Prozent der Allianz-Fonds Dit Bric Stars von Allianz Global Investors. Dessen Manager Michael Konstantinov profitierte von der besonderen Konstruktion des Fonds: Alle vier Regionen sind in etwa gleichgewichtet, dasselbe gilt im Prinzip auch für die Einzeltitel. "Dadurch waren zum Beispiel indische Aktien, die sich seit der Auflage sehr gut entwickelten, prominenter vertreten als in den meisten anderen BRIC-Fonds", erläutert Konstantinov. Die russische Gazprom-Aktie, die im zweiten Halbjahr unter dem sinkenden Ölpreis litt und auf Grund ihrer hohen Marktkapitalisierung in vielen Konkurrenz-Fonds fast zwangsläufig zu den größten Positionen gehört, war zudem deutlich untergewichtet.

Pluspunkte sammelte Konstantinov eigenen Angaben zufolge aber auch durch die Beimischung einiger Titel, die nicht zum Standardrepertoire eines BRIC-Fonds gehören. Als Beispiel nennt der Allianz-Manager den deutschen Spezialwert Demag Cranes, einen Profiteur der hohen Infrastrukturinvestitionen in den BRIC-Ländern, sowie einige kleinere Finanzwerte aus Kasachstan. Die Aussichten für die von ihm betreuten Märkte beurteilt er angesichts der soliden Gewinnzuwächse in den Unternehmen unverändert positiv. "Natürlich kann es auch künftig ähnliche Rückschläge geben wie im vergangenen Frühjahr", sagt Konstantinov, sähe eine solche Situation aber als "klare Kaufgelegenheit".

Bei näherem Hinsehen entpuppt sich auch der auf Rang zwei liegende Raiffeisen-Eurasien-Aktien als BRIC-Fonds, denn rund 90 Prozent des Portfolios sind in Russland, Indien und China investiert. Den Rest hält Raiffeisen-Managerin Angelika Millendorfer, die Ende August Cyrus Golpayegani ablöste, in türkischen Titeln. Auch Millendorfer führt ihre gute Platzierung zum großen Teil auf das Stock-Picking zurück. "Titel wie China Life, Ping An Insurance, Angang Steel oder Reliance Industries entwickelten sich deutlich besser als der breite Markt", sagt sie.

Zudem habe sich die Aufstockung indischer Titel nach der Korrektur im Frühjahr als richtig erwiesen. Die besten Chancen sieht Millendorfer aber weiterhin in China, wo sich Reformen im Bank- und Versicherungswesen und die Infrastrukturinvestitionen im Vorfeld der Olympiade positiv auswirkten.

Autor: T. Wilkens, Das Investment

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