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28.03.2014

17:46 Uhr

Fonds

Pimco-Vorzeigefonds bleibt hinter Konkurrenz zurück

Der Anleihefonds Total Return ist das Vorzeigeprodukt der Allianz-Fondstochter Pimco – gegen die Konkurrenz sieht der Fonds bisher aber kaum Land. Das Unternehmen steht ohnehin unter Beobachtung.

Das Hauptquartier von Pimco in Newport Beach, Kalifornien. Das Unternehmen steht auf dem Prüfstand. Reuters

Das Hauptquartier von Pimco in Newport Beach, Kalifornien. Das Unternehmen steht auf dem Prüfstand.

New York/FrankfurtDie Allianz-Fondstochter Pimco bleibt mit ihrem wichtigsten Aushängeschild auch im neuen Jahr hinter der Konkurrenz zurück. Der Anleihefonds Total Return, gemanagt von Pimco-Gründer Bill Gross, komme zwar seit Jahresbeginn - mit Stichtag 27. März - auf ein Plus von 1,28 Prozent, rechneten die Analysten von Morningstar am Freitag vor. Allerdings schnitten 87 Prozent der Rivalen besser ab. Als Gründe für die anhaltende Formschwäche vermutet Analyst Eric Jacobson eine Untergewichtung des Fonds in US-Unternehmensanleihen und die Tatsache, dass Gross zuletzt vor allem auf kurze Laufzeiten setzte.

Pimco steht im Moment unter besonderer Beobachtung, weil Total Return schon länger unter den Erwartungen bleibt und die Anleger zuletzt Milliarden abzogen. Besonders viele Schlagzeilen produzierte die kalifornische Investmentgesellschaft aber im Januar, als Gross' langjähriger Kompagnon Mohamed El-Erian überraschend das Handtuch warf. Seither kursieren Medienberichte über ein Zerwürfnis der beiden Manager. Die Allianz hat sich zu den Hintergründen von El-Erians Abgang nicht näher geäußert. Sie will ihn als „Chief Economic Advisor“ im Konzern halten und stellte Gross sechs stellvertretende Anlagechefs zur Seite, damit Pimco keine „One Man Show“ mehr ist, wie Allianz-Chef Michael Diekmann auf der Bilanzpressekonferenz mahnte.

Anlagetipps: So vermeiden Sie Pleiten

1. Streuen

Streuen Sie Geldanlagen breit, packen Sie nie mehr als ein Drittel der Anlagesumme in ein Einzelinvestment.

2. Vorsicht vor Krediten

Verkauft der Anbieter einer Immobilie oder eines Finanzprodukts den Kredit gleich mit, sollte vorher ein Anwalt das Angebot prüfen.

3. Weitere Meinungen

Ziehen Sie eine weitere Meinung von einem Profi hinzu, den Sie beauftragen.

4. Lesen Sie Verträge

Lesen Sie Verträge. Nur das gilt, nicht das, was Vermittler im Gespräch erzählen.

5. Risiko

Präsentiert der Verkäufer Rechenbeispiele, in denen sich die Anlage von selbst finanziert, lassen Sie die Finger davon. Wer viel verdienen will, trägt viel Risiko.

6. Vor Ort prüfen

Bevor Sie sich an Immobilien beteiligen, prüfen Sie vor Ort, wie sie vermietet sind

7. Baulicher Zustand

Besichtigen Sie Immobilien und lassen Sie den baulichen Zustand begutachten.

8. Spezialisierter Anwalt

Fragen Sie im Zweifel einen spezialisierten Anwalt. Ein Steuerberater bestätigt, dass der Steuervorteil greift, ein Anwalt kennt die Fallstricke der Anlage.

9. Vorausschau

Schauen Sie zuerst auf das Risiko und dann auf die mögliche Rendite. Legen Sie fest, wann Sie Ihr Geld wieder benötigen.

10. Kein Zeitdruck

Lassen Sie sich eine Chance entgehen, statt unter Zeitdruck zu unterschreiben.

11. Produkte, die Sie verstehen

Kaufen Sie nur Produkte, die Sie verstehen. Das klingt banal, passiert aber viel zu selten.

12. Beratungsprotokoll

Lassen Sie sich immer das Beratungsprotokoll aushändigen. Prüfen Sie, ob der Inhalt stimmt.

13. Schriftliche Bestätigung

Sagt der Berater, ein Produkt sei sicher, verlangen Sie die schriftliche Bestätigung der Aussage. Gibt er sie nicht, lassen Sie die Finger vom Geschäft.

14. Prospekte

Lassen Sie sich den Prospekt aushändigen, und lesen Sie ihn vor Unterzeichnung des Vertrages gründlich. Suchen Sie im Prospekt nach Risikohinweisen.

15. Keine Telefonangebote

Legen Sie auf, wenn Sie unverlangt ein Angebot per Telefon bekommen.

Mit einem verwalteten Vermögen von fast zwei Billionen Dollar bildet Pimco das Rückgrat der Vermögensverwaltung der Allianz. Nicht nur Analysten, auch die großen Aktionäre des Versicherungskonzerns schauen deshalb aktuell sehr genau hin, wie sich diese Sparte entwickelt.

Einer der zehn größten Investoren erwägt, die Probleme bei der einstigen Vorzeigetochter auf der anstehenden Hauptversammlung am 7. Mai zu thematisieren, wie aus Finanzkreisen verlautete. Ein anderer Top-10-Aktionär setzt eher auf Gespräche mit dem Allianz-Vorstand hinter verschlossenen Türen. Aber auch hier dürfte Tacheles geredet werden: „Die Leine, an der Pimco liegt, ist offensichtlich zu lang, denn die Leistung stimmt nicht mehr“, kritisierte ein Fondsmanager. Die Allianz wollte sich zur Stimmung unter den Großinvestoren nicht äußern.

Von

rtr

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