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14.06.2012

15:20 Uhr

Fonds

Prognosen für ETFs sind zu optimistisch

Experten erwarten, dass Indexfonds nicht so stark wachsen werden wie vorhergesagt. In den nächsten zehn Jahren könnte das Wachstum sogar zurückgehen - weil die ETF-Branche ihr Potential nicht ausschöpft.

Indexfonds werden offenbar nicht so stark wachsen wie angenommen. dpa

Indexfonds werden offenbar nicht so stark wachsen wie angenommen.

FrankfurtDas Analysehaus Bernstein Research hält viele Wachstumsvorhersagen für die Branche der börsennotierten Indexfonds (ETFs) für übertrieben. „Wir stimmen zwar zu, dass ETFs reichlich Raum für Wachstum haben, aber wir schätzen, dass das Branchenwachstum die optimistischeren Prognosen enttäuschen wird und über die nächsten zehn Jahre hinaus wahrscheinlich abnehmen wird“, hieß es in einem Bericht der Tochtergesellschaft von Alliance Bernstein am Donnerstag. Um dem entgegen zu wirken, müsse sich die Branche von ihren Wurzeln als Anbieter passiver Produkte lösen oder in bislang ungenutzte Vertriebskanäle vordringen.

In den vergangenen Jahren ist die ETF-Branche weltweit rasant gewachsen. Das gilt sowohl für das verwaltete Vermögen als auch die Anzahl der Produkte, die sich der Deutschen Bank zufolge weltweit auf rund 3000 ETFs beläuft. Laut Bernstein Research steht die Branche nun vor der Herausforderung, trotz des großen Produktangebotes weiterhin ständig neue, innovative Produkte aufzulegen, die den Geschmack der Investoren treffen. „Dabei sind die offensichtlichsten Chancen gleichzeitig die heikelsten“, heißt es in dem Bericht.

„Von den vielen Wachstumsmöglichkeiten, die sich der Branche bieten, ist die aktive ETF-Struktur unter den eindeutigsten“, schrieben die Analysten. Der Grund dafür sei die enorme Größe des Marktes für aktiv gemanagte Fonds, den Alliance Research weltweit auf 26 Billionen Dollar beziffert.

Üblicherweise bilden ETFs die Wertentwicklungen von Finanzmarktindizes ab, indem sie deren Wertpapiere im Portfolio halten oder Derivategeschäfte eingehen. Aktiv gemanagte ETFs investieren unabhängig von Börsenbarometern in einzelne Wertpapiere oder ETFs. In den USA gibt es bereits mehrere solcher Fonds und zahlreiche entsprechende Anträge an die SEC. In Europa steckt dieser Ansatz noch in den Kinderschuhen.

Kommentare (1)

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nogrowth

14.06.2012, 16:18 Uhr

Wann endlich sinkt das Fieber in den Köpfen der aufgeblähten Wirtschaftsinstitute oder Börsianer. Dirk Müller scheint schon abgetaucht zu sein...nimmer zu sehen...wie sollen denn ETFs und häufig mit anderen Einzelwerten denn der Titel hergibt und mit Pushingpapers dazu, wie soll das Zeugs steigen, wenn überall: ÜBERSCHULDUNG ist??? Die nächsten 40 Jahre kein Growth mehr! Schöne Zeit!

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