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09.04.2015

20:30 Uhr

Fonds

So viele neue Hedgefonds gab es lange nicht

Sein eigener Chef sein – davon träumen viele, auch Hedgefonds-Manager. Zahlreiche Finanzjongleure aus großen Banken verwirklichen sich derzeit diesen Traum. Davon können auch Privatanleger profitieren.

Mal sein eigener Chef sein? Zahlreiche Finanzexperten gründen eigene Hedgefonds. dpa

New Yorker Börse

Mal sein eigener Chef sein? Zahlreiche Finanzexperten gründen eigene Hedgefonds.

Mindestens sechs neue Hedgefonds werden in diesem Jahr mit einem Volumen von mindestens einer Milliarde Dollar an den Start gehen. Das belegen Daten von Bloomberg. Vergangenes Jahr gab es acht Firmen, die mit einer zehnstelligen Summe in die Hedgefonds-Branche einstiegen. So viele Mega-Start-ups hat der Markt seit 2005 nicht mehr erlebt, als 13 Fonds 19 Milliarden Dollar eingesammelt hatten.

Angesichts der schwachen Entwicklung einiger Fonds, die seit langem aktiv sind, erhoffen sich viele Investoren von der neuen Generation höhere Erträge und geben ihr Geld an die Start-ups. Eines wird von Chris Rokos, einst Händler bei Credit Suisse, geführt. Ein weiterer Fonds kommt von Didric Cederholm, der zuvor in diesen Diensten von Elliott Management stand.

„Viele Hedgefonds sind schlecht. Aber wenn man Talente früh identifizieren kann, und wenn sie hungrig sind, dann gibt es das Potenzial für überdurchschnittliche Performance“, sagt Adam Blitz, Chef von Evanston Capital Management. Die Firma hat 5,4 Milliarden Dollar in Fonds gesteckt.

In den vergangenen drei Jahren haben Hedgefonds im Durchschnitt um jährlich 4,6 Prozent zugelegt, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht. Das ist zwar rund dreimal so viel wie der Ertrag von US-amerikanischen Staatsanleihen. Der US-Leinindex für Aktien, der Standard & Poor's 500, schaffte es allerdings auf ein Plus von 18 Prozent.

Mindestens ein großer Investor, der Pensionsanbieter California Public Employees' Retirement System, hat bereits angekündigt, Hedgefonds-Anlagen ganz aufzugeben. Er verwies auf hohe Kosten und Komplexität.

University of Texas Investment Management, die das Geld der zweitgrößten US-Uni-Stiftung verwaltet, zählt zu einem der größten Unterstützer der neuen Start-ups. Die Firma hat bereits zwei Milliarden Dollar in Unternehmen investiert, die nach ihren Angaben zur „nächsten Generation“ gehören.

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