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25.03.2013

12:19 Uhr

Fondsmanager

Dreihunderteinundsiebzig Prozent Rendite

Fernando Tisne gilt als einer der besten Fondsmanager weltweit. Mit einer Traumrendite überragt der Chilene selbst Investment-Riesen wie Pimco. Doch seine Strategie birgt ein hohes Maß an Risiko.

Alle Finanzdaten immer im Blick. AP/dpa

Alle Finanzdaten immer im Blick.

Fernando Tisne aus Chile verwaltet den weltweit erfolgreichsten Fonds für Schwellenländer-Anleihen. Er profitiert dabei vor allem von angeschlagenen Unternehmens- Papieren aus Lateinamerika. Sein 980 Millionen Dollar schwerer Moneda Deuda Latinoamericana brachte es in den vergangenen zehn Jahren auf eine unglaubliche Rendite von 371 Prozent. Damit hat er sich deutlich besser entwickelt als 439 andere Schwellenländer-Anleihefonds mit einem Vermögen von mindestens 100 Millionen Dollar. Der 7,2 Milliarden schwere Pimco Emerging Markets Bond Fund beispielsweiße schaffte in der gleichen Zeit lediglich ein Plus von 178 Prozent.

Auch mit Blick auf die jüngsten zwölf Monate schneidet der Fonds von Tisne deutlich besser ab: Er erzielte eine Rendite von 14,7 Prozent - verglichen mit den 10,8 Prozent beim Pimco-Fonds und dem 9,5-Prozent-Schnitt aller Fonds. Der 42-jährige Tisne ist im vergangenen Jahrzehnt zu dem erfolgreichsten Investor in Schwellenländer-Anleihen geworden, weil er auch bereit war, Geld in lateinamerikanische Unternehmen zu stecken, die noch nicht von Ratingagenturen analysiert und bewertet worden waren.

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Seine beiden größten Investments sind Papiere des staatlichen Öl-Produzenten Petroleos de Venezuela SA und des mexikanischen Zement-Herstellers Cemex SAB de CV. Der Fond hält jedoch auch Anleihen ohne Ratings. “Das Team, das den Fonds managt, ist die ganze Zeit gleich geblieben. Das erlaubt es uns wirklich, die Unternehmen besser kennen zu lernen”, sagte Tisne in einem Interview mit Bloomberg News. Er hatte den Fonds im Februar 2000 mit gerade einmal 15 Millionen Dollar gestartet. “Wir haben ein paar weniger bekannte und weniger liquide Unternehmen. Eine Menge Firmen kennen wir seit mittlerweile zwölf Jahren. Wir haben beobachtet, wie sie lebten und auch überlebten. Das ermöglicht es uns, gute Entscheidungen recht schnell zu treffen.”

Die Prognosen der Finanzprofis

George Soros, Investor

„Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)

Marc Faber, Investor

„Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)

Bill Gross, Fondsmanager

„Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA  - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)

Felix Zulauf, Vermögensverwalter

„Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)

Jim Rogers, Rohstoffguru und Fondsmanager

„Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)

Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank

„Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)

Warren Buffett, Investor

Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge. (01.03.2012)

Nouriel Roubini, Ökonom

„Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)

Stan Druckenmiller, Hedge-Fonds-Manager

„Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)

Jim O’Neill, Chairman Goldman Sachs Asset Management

„Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)

Barry Knapp, Barclays

„Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“

Dan Veru, Investment-Chef Palisade Capital Management

„Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“

Mohamed El-Erian, Co-CIO bei Pimco

„Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)

Ein Sprecher von Pimco reagierte nicht auf Anrufe und E- Mails, als Bloomberg News ihn um einen Kommentar bat. Tisne war im Jahr 1994 als Aktien-Analyst zu Moneda Asset Management gestoßen. Zuvor hatte er an der Pontifical Catholic University in Santiago, Chile, studiert. Gegründet worden war die Firma nur ein Jahr vor seinem Eintritt, ursprünglich als reiner Aktienfonds.

Kommentare (2)

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walter.drews

25.03.2013, 12:36 Uhr

Es wird immer einen "Besten Fondsmanager der Welt" geben.
Selbst in Jahren in denen alle Fonds der Welt im Mittel hohe Verluste einfahren. Das ist nun mal von der Natur der Sache her zwangsläufig. Privatanleger sollten jetzt nicht glauben auf diesen Zug auspringen zu können. Vergessen Sie diesen Gedanken ganz schnell. Warum sollte auch jemand der Geld in einer solchen Rate vermehren kann, ausgerechnet auf den deutschen "Kleinanleger" mit 2 Mio € warten?
Es ist wie beim Lotto. Einer gewinnt viele Millionen und wird dann gefragt wie er das gemacht hat. Nun er ist eben ein hohes Risiko eingegangen. Die allermeisten anderen, also 90% der Teilnehmer haben Verluste gemacht. Weil es im Durchschnitt nun mal so ist.
Also sind solche Storys nicht mehr als eine unterhaltsame Lektüre und nicht zu Nachahmung empfohlen.

Account gelöscht!

25.03.2013, 13:38 Uhr

Hohe Rendite = hohes Risiko.

Das ist ja ganz was Neues!

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