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21.01.2007

11:00 Uhr

Fondsmanager erwarten höhere Kursschwankungen

Nebenwerte-Rally geht vorerst munter weiter

Mit europäischen Nebenwerten ließ sich im vergangenen Jahr gutes Geld verdienen: So kletterte der MSCI-Europe-Small Cap-Index um beachtliche 27,85 Prozent. Deutlich mehr drin war für Anleger, die auf einen der zehn erfolgreichsten europäischen Nebenwertefonds gesetzt haben.

Nebenwerte-Fondsbilanz: Zur Vollansicht der Grafik bitte Bildlupe anklicken.

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HAMBURG. Das zeigt die aktuelle Auswertung von Feri Rating & Research unter 100 Produkten dieser Kategorie (Tabelle). Am erfolgreichsten war der Pan European Smaller Companies Fund von Threadneedle mit einem Wertzuwachs von 46,91 Prozent. "Zu den Top-Wetten im Fonds gehörten unter anderem Industriewerte aus Deutschland und der Schweiz", erläutert Threadneedle-Manager Philip Dicken, der auf Einzeltitelebene vor allem mit seinen Engagements in den britischen Unternehmen, die aktuell rund zwölf Prozent des Portfolios ausmachen, Aveva und Chemring punktete. Das Nebenwertesegment im Königreich hält Dicken generell für attraktiv. "Es gibt in Großbritannien viele Unternehmen mit Geschäftsideen, die auf dem Kontinent nicht zu finden sind", erläutert er.

Die weiteren Aussichten für sein Anlagesegment beurteilt Dicken prinzipiell positiv. "Besonders in Frankreich und Deutschland überzeugen sowohl die Wirtschafts- als auch die Unternehmensdaten", so der Fondsmanager, zu dessen bevorzugten Branchen die Bereiche Gesundheitswesen und Infrastruktur gehören. "Für letzteres Segment spricht die jahrzehntelange Erfahrung vieler europäischer Unternehmen, die von den enormen Infrastrukturinvestitionen in Asien profitieren." Dennoch warnt Dicken vor allzu viel Euphorie: "Die Bewertungen sind sehr hoch, der Markt ist damit schwankungsanfälliger als im Vorjahr."

Auf Grund der gestiegenen Bewertungen ist auch Eric Woehrling von der schottischen Vermögensverwaltung Martin Currie für dieses Jahr etwas vorsichtiger geworden. "Gegenüber Standardwerten haben europäische Aktien aus der zweiten Reihe jedoch nach wie vor überdurchschnittliches Potenzial", erläutert der Manager des Pan European Mid Cap Fund.

Anders als Dicken, der aktuell 87 Aktien im Fonds hält, setzt Woehrling auf ein konzentriertes Portfolio von durchschnittlich 30 Aktien. Dabei investiert er bevorzugt in mittelgroße, günstig bewertete Unternehmen mit Aufwärtspotenzial, die von anderen Investoren gemieden werden und nicht unbedingt zu den Top-Firmen ihrer Branchen gehören.

Als Beispiel für diesen Investmentansatz nennt Woehrling den Finanzdienstleister MLP: "Wir haben die Aktie im April 2005 zum Kurs von 11,30 Euro gekauft, als das Unternehmen für seine Geschäftspolitik stark kritisiert wurde. Im Februar 2006 haben wir dann bei 19,30 Euro wieder verkauft."

Claudia Lindenberg, Der Fonds

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