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14.01.2004

08:00 Uhr

HB/vwd FRANKFURT/M. Bester Beweis: Die unterschiedliche Wertentwicklung des Deka-Fonds – mit einem Volumen von mehr als 4 Mrd. Euro immerhin das Schwergewicht unter den deutschen Aktienfonds überhaupt – und des weitaus kleineren UniDeutschland.

Während Deka-Fondsmanager Trudbert Merkel in den zwölf Monaten bis Ende November einen Wertzuwachs von 12 % schaffte, sieht die Bilanz von Union-Konkurrent Hilck trüber aus: Er erzielte nur ein Plus von 9,5 % und blieb damit nicht nur hinter dem Wettbewerber, sondern auch um rund 1,5 % hinter dem Vergleichsindex Dax zurück. Unter den zehn größten Fonds mit Anlageschwerpunkt bei deutschen Standardwerten belegt Hilck damit den neunten Platz. Der Deka-Fonds, ein Produkt des zentralen Fondsdienstleisters der Sparkassen-Finanzgruppe, liegt mit seiner Wertentwicklung unter den Megafonds an dritter Stelle. Auch in den von der Baisse geprägten vergangenen drei Jahren erwies sich Merkels Schwergewicht widerstandsfähiger als der UniDeutschland.

Es sei ein Fehler gewesen, etwa Allianz und Siemens unterzugewichten, räumt Hilck ein. Gleichzeitig verweist er auf die Anlagerichtlinien des UniDeutschland, nach denen er zu großer Nähe zum Vergleichsindex Dax gehalten sei. Wirklich zufrieden mit der Wertentwicklung seines Fonds ist auch Hilck nicht. So könne er sich vorstellen, den bislang untergewichteten Chemiewert BASF nach den Restrukturierungsanstrengungen im vergangenen Jahr jetzt wieder leicht aufzustocken, sagt er. Auch bei den im UniDeutschland bislang schwächer repräsentierten Titeln von Daimler-Chrysler sieht Hilck Handlungsbedarf: „Über dem Automobilsektor schwebt zwar das Damoklesschwert des Dollar, aber es gibt auch Anzeichen für geringere Preisnachlässe und eine schwindende Unterdeckung der Pensionsfonds der Hersteller.“

Merkel hingegen will derzeit nicht an seinem Portfolio drehen: „Seit dem zweiten Quartal 2003 glauben wir an eine zyklische Erholung im laufenden Jahr und haben seitdem auch die entsprechenden Sektoren übergewichtet“. Daher sind bei ihm etwa die Titel von Metro, Lufthansa und Siemens höher gewichtet als im Dax. Skeptisch beurteilt er Aktien aus dem Pharmasektor und hat die Titel von Schering vor dem Hintergrund von Währungsrisiko und Kostendämpfungsmaßnahmen im Gesundheitswesen mit rund einem Prozentpunkt untergewichtet.

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