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19.01.2005

12:03 Uhr

Fondsmanager wollen jetzt mehr in „sichere Häfen“ ausweichen

Skepsis der Fondsmanager steigt

Befürchtungen, dass die US-Notenbank eine strengere Geldpolitik verfolgen wird, haben die Risikofreude internationaler Fondsmanager beeinträchtigt, ergab die jüngste monatliche Umfrage der Investmentbank Merrill Lynch.

hus DÜSSELDORF. Dabei dürften die 319 befragten Fondsverwalter unter dem Eindruck des jüngsten Sitzungsprotokolls des Offenmarktausschusses gestanden haben, das kurz vorher veröffentlicht wurde. Das Protokoll hatte gezeigt, dass die Notenbank- Gouverneure jetzt eine höhere Inflationsgefahr sehen als zuvor. Als konjunkturneutral betrachten die Fondsmanager jetzt einen US-Leitzins von 3,4 Prozent. Vor einem halben Jahr hatten sie die neutrale Rate bei drei Prozent gesehen. Höhere Zinsen verteuern tendenziell Kredite und schmälern so die Gewinne der Unternehmen. Das drückt vor allem auf die Kurse von Wachstumswerten.

Entsprechend wollen Fondsmanager jetzt mehr in „sichere Häfen“ ausweichen. „Eine gewisse Risiko-Aversion schleicht sich ein“, sagt Marktstratege David Bowers von Merrill Lynch. 17 Prozent der Befragten sagten, sie wollten in weniger schwankungsanfällige Titel umschichten. Einen Monat zuvor hatten nur sieben Prozent diese Absicht. Außerdem sagten 14 Prozent der Fondsmanager, dass der Zeithorizont ihrer Engagements kürzer ist als üblich. Im Dezember hatten das nur neun Prozent angegeben. Auch war in der Befragung eine Umschichtung zu Gunsten der wenig zyklusanfälligen Konsumwerte des täglichen Bedarfs zu erkennen. Die Grundstoffhersteller, die von einer wachsenden Wirtschaft besonders stark profitieren, waren dagegen weniger gefragt.

Allerdings glaubt die Mehrheit nach wie vor, dass Aktien in diesem Jahr eine bessere Entwicklung haben werden als festverzinsliche Wertpapiere. 53 Prozent der Befragten sagten, sie hätten Aktien in ihren Portfolios übergewichtet.

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