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12.01.2007

14:39 Uhr

Fondsrankings

Anleger setzen auf Deutschland-Klassiker

VonC. Lindenberg (Der Fonds)

Bewährtes ist bei Anlegern nach wie vor beliebt. Das zeigt ein Blick auf die zehn Volumen-Spitzenreiter der Kategorie "Aktienfonds Deutschland".

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HB HAMBURG. Exakt die Hälfte davon - Dekafonds, DWS Investa, Adig Fondak, Unifonds und Dit-Concentra - sind bereits jeweils über 50 Jahre alt, und zusammen bringt das Quintett mehr als 15 Milliarden Euro auf die Waage (siehe Tabelle).

Was die Performance der Oldtimer betrifft, so hinterlässt derzeit der 1956 aufgelegte Dekafonds den besten Eindruck. Dessen Anteilspreis legte in den vergangenen zwölf Monaten (Stichtag: 30. November) 23,80 Prozent zu. "Die deutliche Übergewichtung einzelner Titel in konjunkturempfindlichen Segmenten hat sich ausgezahlt", erläutert Deka-Manager Trudbert Merkel seine Strategie und nennt als Beispiel Aktien aus dem Bereich Transport und Logistik. Aktuell bevorzugt Merkel darüber hinaus Autoaktien und Einzelhandelswerte, während er eher defensive Aktien - beispielsweise Pharmawerte - im Vergleich zum Dax untergewichtet hat. Mit dieser offensiven Mischung will der Deka-Manager auch 2007 vorn mitmischen. "Wir rechnen mit einer positiven Entwicklung der globalen Konjunktur, von der die deutsche Wirtschaft auf Grund ihrer Export-Lastigkeit profitieren wird", sagt Merkel. Als positiv für die deutsche Konjunktur schätzt er auch die sich verbessernden Aussichten am Arbeitsmarkt ein.

Ein aus Merkels Sicht weiteres Plus für den deutschen Aktienmarkt: attraktive Dividendenrenditen und niedrige Bewertungen. Vor diesem Hintergrund traut der Deka-Manager dem Dax bis Ende dieses Jahres einen Anstieg auf über 7 000 Punkte zu.

Auch Henning Gebhardt sieht für deutsche Aktien weiteres Aufwärtspotenzial. Dennoch gibt sich der Manager des DWS Investa etwas vorsichtiger. "Die Voraussetzungen für ein ähnlich gutes Aktienjahr wie 2006 sind gegeben, allerdings ist generell mit größeren Kursschwankungen zu rechnen", erläutert Gebhardt. Mit einem Wertzuwachs von 22,33 Prozent erzielte der Investa das zweitbeste Ergebnis unter den zehn Volumen-Schwergewichten seiner Vergleichsgruppe. "Der Fonds profitierte davon, dass wir um schlecht gelaufene Titel wie die Deutsche Telekom einen Bogen gemacht haben", erläutert der DWS-Manager. Zudem habe er erfolgreiche Nebenwerte wie United Internet und Fresenius beigemischt.

Aus Branchensicht hat Gebhardt derzeit keine klaren Favoriten. "Wir gehen davon aus, dass es innerhalb der Sektoren wie im Vorjahr zu sehr unterschiedlichen Entwicklungen der Aktienkurse kommen wird", erläutert er und verweist auf die Autobranche. So habe VW 2006 um 89 Prozent zugelegt, Daimler-Chrysler dagegen nur um elf Prozent.

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