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05.12.2011

13:08 Uhr

Fondsriese

Fidelity will sein ETF-Geschäft vorwärts treiben

Fidelity Investments hat bei der US-Finanzaufsicht darum gebeten, börsennotierte Indexfonds auflegen zu dürfen. Doch bis die Gesellschaft die geplanten ETFs an den Start bringen kann, dürfte noch einige Zeit vergehen.

Das Logo der Fondsgesellschaft Fidelity Investments. picture-alliance/ dpa

Das Logo der Fondsgesellschaft Fidelity Investments.

FrankfurtDer Fondsriese Fidelity Investments will groß ins Geschäft mit börsennotierten Indexfonds (ETFs) einsteigen. Dazu hat die Fondsgesellschaft einen Antrag bei der US-Finanzaufsicht SEC eingereicht. In dem Reuters vorliegenden Dokument bittet Fidelity um die Erlaubnis, ETFs auf Aktien- und Anleihenindizes auflegen zu dürfen, die sich sowohl auf US-Werte als auch internationale Wertpapiere beziehen können. 

Bislang bietet Fidelity nur einen ETF an. Dieser Fidelity Nasdaq Composite Index Tracking ETF investiert in rund 2000 US-Aktien mit Schwerpunkt auf Technologiewerten, ist seit 2003 auf dem Markt und mit rund 156 Millionen Dollar im Vergleich zu anderen ETFs klein. Für Experten war es nur eine Frage der Zeit, bis Fidelity sein ETF-Geschäft ausbauen würde. Denn Wettbewerber wie Blackrock, State Street, Pimco oder Invesco sind in diesem Bereich bereits aktiv. Der Fondsriese Legg Mason hat Ende November bei der SEC einen Antrag gestellt, um seine ersten ETFs auflegen zu dürfen. 

Offenbar plant Fidelity vor allem ETFs Indizes, deren Zusammensetzung auf fundamentalen Daten wie Gewinn pro Aktie oder Kurs-Buch-Wert statt auf der Marktkapitalisierung der einzelnen Aktien und Anleihen beruht. Denn die Gesellschaft verweist in ihrem Antrag in Hinblick auf die zugrundeliegenden Indizes auf die Fonds der Gesellschaft Wisdom Tree. Diese gilt als einer der Pioniere für ETFs auf Indizes, die alternative Gewichtungsmethoden nutzen. Zudem erwähnt Fidelitys Antrag Short-ETFs, mit welchen Anleger von fallenden Kursen profitieren können. 

Bis Fidelity die geplanten ETFs auf den Markt bringt, dürfte es noch eine Weile dauern. Denn das Zulassungsverfahren bei der SEC zieht sich erfahrungsgemäß über mehrere Monate hin und dauert manchmal sogar länger als ein Jahr.

Von

rtr

Kommentare (2)

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dagobert

07.12.2011, 18:15 Uhr

wenn die strategie von fidelity mit Zusammensetzung auf fundamentalen Daten wie Gewinn pro Aktie oder Kurs-Buch-Wert rauskommt und aufhehen sollte, dann könnte es interessant sein. short-etfs etc. sund "reiner plunder" für den garbage collector!
mfg
stefan l.m. freudensprung

dagobert

07.12.2011, 18:24 Uhr

"wenn die strategie von fidelity mit Zusammensetzung auf fundamentalen Daten wie Gewinn pro Aktie oder Kurs-Buch-Wert rauskommt und aufgehen sollte, dann könnte es interessant sein. short-etfs etc. sind reiner plunder; für den garbage collector gerade recht!"
dagobert

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