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04.05.2011

16:54 Uhr

Furcht vor Marktverzerrungen

Indien will Gold-ETFs stoppen

Da die indische Finanzaufsichtsbehörde den Markteinfluss von Gold-ETFs fürchtet, überlegt sie Investitionen in die börsennotierten Indexfonds zu unterbinden.

Die indische Finanzaufssichtsbehörde will Gold-ETFs unterbinden. Quelle: dapd

Die indische Finanzaufssichtsbehörde will Gold-ETFs unterbinden.

Frankfurt Die indische Finanzaufsichtsbehörde FMC plant einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise Investitionen in börsennotierte Indexfonds (ETFs) auf den Goldpreis den Riegel vorzuschieben. Dazu erwäge die Forward Markets Commission (FMC), alle Anbieter von Gold-ETFs auf dem indischen Markt anzuschreiben, berichtete der "Business Standard" unter Berufung auf einen hochrangigen Mitarbeiter der Behörde am Mittwoch.

"Wir würden sie darum bitten, keine weiteren Investitionen in solche ETFs anzunehmen, da dies unsere Regulierung betrifft", zitiert das Blatt den Mitarbeiter. Außerdem wolle die Behörde Investmentgesellschaften auffordern, keine weiteren Gold-ETFs aufzulegen.

Hinter der Ankündigung steht ein Interessenkonflikt zwischen der FMC und einer weiteren indischen Aufsichtsbehörde, dem Securities and Exchange Board of India (Sebi). Die FMC ist für die Kontrolle des Rohstoffhandels zuständig, das Sebi für Investmentfonds. Gold-ETFs investieren in physisches Gold und tangieren dadurch die Bereiche beider Behörden. Offiziell ist das Sebi für diese Produkte verantwortlich.

Die FMC fürchtet den Markteinfluss von Gold-ETFs und hat das Sebi daher wiederholt gebeten, Listings dieser Produkte genauer zu prüfen. Sollte das Sebi dieser Forderung nicht nachkommen, will die FMC nun wie beschrieben den inoffiziellen Weg wählen und die ETF-Anbieter anschreiben.

Von

rtr

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