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02.04.2013

17:30 Uhr

Geld abgezogen

Anleger misstrauen Europas Aktien-ETFs

Börsennotierte Indexfonds auf europäische Aktien treffen bei Anlegern kaum noch auf Gegenliebe. Im März wurde massiv Geld abgezogen. Betroffen waren vor allem die Märkte in Deutschland, der Schweiz und Großbritannien.

Passanten in Nikosa: Die Krise in Zypern hat Europas Börsen zugesetzt. ap

Passanten in Nikosa: Die Krise in Zypern hat Europas Börsen zugesetzt.

FrankfurtDie wieder aufgeflammte Euro-Schuldenkrise hat Anleger im März aus börsennotierten Indexfonds (ETFs) auf europäische Aktien vertrieben. Die Abflüsse von 2,3 Milliarden Dollar waren so hoch, dass sie die Zuflüsse aus den beiden vorangegangenen Monaten fast vollständig wieder auffraßen, wie Daten des US-Vermögensverwalters Blackrock zeigten.

Unter dem Strich steckten Investoren damit im ersten Quartal nur 0,2 Milliarden Dollar in europäische Aktien-ETFs. In den drei Monaten zuvor waren es noch 5,1 Milliarden Dollar gewesen. Die jüngsten ETF-Abflüsse betrafen alle Branchen und vor allem die Märkte in Deutschland, Schweiz und Großbritannien.

Erfolgsgeschichte ETF

1000 ETFs

In nun zwölf Jahren ist die Anzahl der auf Xetra gelisteten, börsengehandelten Indexfonds auf mehr als 1000 gestiegen. Fünf ETFs von db X-trackers der Deutschen Bank, die an Indizes mit Aktien aus Bangladesch, Pakistan, den Philippinen, Singapur und Japan gekoppelt sind, haben am 22. August 2012 die 1.000er-Marke gerissen.

Verwaltetes Vermögen

Rund 180 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen ist in Aktien-, Renten- und Rohstoff-ETFs investiert. (Stand: 22. August 2012)

Aktien-ETFs

Die Mehrheit der ETFs bildet Aktienindizes aus 48 unterschiedlichen Länder und Regionen, 26 Branchen sowie zu neun verschieden Themen ab.

Renten-ETFs

218 Indexfonds ermöglichen Zugang zu Staatsanleihen, Unternehmensanleihen oder dem Geldmarkt.

Währungen und Rohstoffe

Im größten Produktangebot Europas findet der Anleger auch ETFs, die Rohstoffindizes, Hedge-Fonds, Volatilität und Währungen abbilden.

Das politische Patt nach den Wahlen in Italien und das Hickhack um das Rettungspaket für Zypern hatten im März die Gewinne an den europäischen Börsen abschmelzen lassen. Der Dax legte auf Monatssicht lediglich 0,7 Prozent zu, der EuroStoxx50 verlor 0,5 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

02.04.2013, 18:41 Uhr

Bitte bezeichnet diese Sepkulanten nicht mehr als "Investoren". Sie investieren nicht. Sie kaufen Aktien und verkaufen diese wieder. Sie zocken an Börsen und ziehen in der Welt umher und manchmal zocken sie auch mit Währungen. Aber: investieren - das tun sie nicht.

Account gelöscht!

07.04.2013, 09:54 Uhr

@women

Ein bißchen sollte man doch differenzieren.

Wer ETFs kauft, hat als Gegenpartei eine Bank oder ein Wertpapierhaus. Das könnte tatsächlich riskant sein oder werden, und da auszusteigen, bevor es zu spät ist, kann ja nicht schaden.

Wer Aktien direkt kauft, hat einen Sachwert in der Hand. Das mag nicht viel sein, vielleicht nur das Pförtnerhäuschen der Firma, aber immerhin. Falls die Depotbank falliert, tangiert das nicht weiter, falls die AG abtaucht, ist man Mitunternehmer. Aber das weiß man schon beim Kauf.

Aktienfonds ähneln stark der Aktie. Man kann davon ausgehen, daß auch Aktie drin ist, wenn Aktie draufsteht

Account gelöscht!

07.04.2013, 13:05 Uhr

Quatsch. Kaufen Sie einfach einen replizierenden ETF. So viel Unverstand auf einem Haufen...

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