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16.09.2014

07:55 Uhr

Größter US-Pensionsfonds

Calpers zieht sein Geld aus Hedgefonds ab

Nach zwölf Jahren will Calpers in Zukunft nicht mehr in Hedgefonds investieren und zieht sein dort angelegtes Geld komplett ab. Andere Pensionsfonds könnten nun auch ihre Anlagestrategie überdenken, so Branchenexperten.

Der größte US-Pesionsfonds Calpers findet Hedgefonds zu teuer und zu kompliziert. dpa

Der größte US-Pesionsfonds Calpers findet Hedgefonds zu teuer und zu kompliziert.

BostonDer größte US-Penionsfonds will nicht mehr in Hedgefonds investieren und zieht seine dort angelegten vier Milliarden Dollar komplett ab. Hedgefonds seien zu teuer und zu kompliziert, begründete der kalifornische Pensionsfonds Calpers seine Entscheidung am Montag. Calpers, der insgesamt rund 300 Milliarden Dollar verwaltet, hat seit 2002 sein Geld in Hedgefonds angelegt und gehörte zu den ersten großen Namen, die dort investierten. Branchenexperten schlossen nicht aus, dass nun auch andere Pensionsfonds ihre Anlagestrategie überdenken. Die Hedgefonds-Branche ist rund drei Billionen Dollar schwer.

Die Debatte bei dem California Public Employees Retirement System (Calpers) hatte Insidern zufolge im Februar nach dem Tod seines langjährigen Anlage-Chefs Joseph Dear begonnen. Dear hatte riskantere Anlagen etwa bei Hedgefonds bevorzugt, um Verluste wettzumachen, die während der Finanzkrise entstanden. Zuletzt aber hatten viele Hedgefonds nicht mehr die Gewinne abgeworfen, die sie einst attraktiv machten. Viele Investoren beklagen dabei die relativ hohen Kosten von Hedgefonds, die oft eine Gebühr von zwei Prozent für das Management erheben und ein Fünftel des Zugewinns einbehalten. Einer Erhebung zufolge warfen Hedgefonds in diesem Jahr bis August eine Rendite von 4,1 Prozent ab, das Plus beim Aktienindex S&P 500 liegt indes bei 9,87 Prozent.

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