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30.03.2006

11:48 Uhr

Guter Zeitpunkt für Expansion

Oppenheim plant Zukauf

VonIngo Narat

Die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim will mit dem Erwerb eines weiteren Investmenthauses ihre Expansion fortsetzen und die Rentabilität erhöhen.

FRANKFURT. Detlef Bierbaum ist auf der Suche. Der Mitinhaber der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim plant den Kauf eines weiteren Fondshauses. „Alles unterhalb von zwei Milliarden Euro bei Publikumsfonds kommt theoretisch in Frage“, sagt er in einem Handelsblatt-Gespräch. In dieser Größenordnung könnten Vermögen nicht betriebswirtschaftlich sinnvoll verwaltet werden. Aus Sicht von Oppenheim sind derartige Deals „wegen des Zuwachses an Vermögen und des Zugangs zu neuen Vertriebswegen sinnvoll“.

Oppenheim Asset Management führt mit 38 Mrd. Euro an verwaltetem Vermögen die Liste der mittelgroßen deutschen Anlagehäuser an. Im Publikumsfondssegment betreut das Haus zwölf Mrd. Euro, plant für 2006 Nettozuflüsse von 1,7 Mrd. Euro. „Wir wollen hier auf 14,5 Mrd. Euro Vermögen kommen, bei den gesamten Geldern auf 45 Milliarden“, sagt Bierbaum mit Blick auf das laufende Jahr.

Oppenheim hatte vor etwas mehr als einem Jahr die Frankfurt-Trust der BHF-Bank übernommen und damit auch deren Fondsgesellschaft Frankfurt Trust. Die Marke wird als eigenständige Einheit weitergeführt. Der Konsolidierungstrend in der Branche ist nicht auf Deutschland beschränkt, sondern Teil einer umfassenden globalen Entwicklung.

Auf der Liste theoretischer Kaufkandidaten unterhalb einer Größe von zwei Mrd. Euro (siehe „Übersicht über kleine Häuser“ nach Angaben des Fondsverbandes BVI) finden sich Namen wie beispielsweise Maintrust und Veritas. Manche der Häuser verwalten Einzelfonds, die ebenfalls unterhalb der rentablen Schwelle liegen. „Ein Portfolio mit weniger als zehn Mill. Euro ist weder für die Gesellschaft noch für den Anleger sinnvoll“, sagt Bierbaum.

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