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14.01.2014

09:51 Uhr

Hedgefonds

Der Spitzenreiter setzt weiter auf US-Aktien

Hedgefondsmanager Larry Robbins erzielte 84 Prozent Plus in den ersten zehn Monaten 2013. Er setzte sich damit weltweit an die Spitze. „Doch der Weg vom Markt-Genie zum Dorf-Trottel ist äußerst kurz“, sagt Robbins.

Internetseite des US-Gesundheitsprogramms: Die Einführung der Krankenversicherung für Jedermann bescherte dem Hedgefonds von Larry King hohe Renditen. ap

Internetseite des US-Gesundheitsprogramms: Die Einführung der Krankenversicherung für Jedermann bescherte dem Hedgefonds von Larry King hohe Renditen.

Das 1,8 Milliarden Dollar schwere Portfolio Glenview Capital Opportunity schaffte in den ersten zehn Monaten des Jahres 2013 einen Ertrag von 84,2 Prozent. Bloomberg Magazine kürte ihn zur ungeschlagenen Nummer eins der Hedgefonds mit mehr als eine Milliarde Dollar Anlagevolumen.

Larry Robbins verantwortet das Portfolio. Der Vorstandschef von Glenview Capital Management wettete auf den Anstieg von US-Aktien, die 2013 von Rekord zu Rekord eilten. Er glaubt, dass sich die Börse noch mindestens ein weiteres Jahr nach oben bewegen wird. Andere Manager hingegen machen sich Sorgen und halten verstärkt Barmittel. „Das derzeitige Umfeld bietet viele Möglichkeiten und hohe Erträge“, sagt Robbins. „Wir haben uns das zunutze gemacht.”

Einer seiner größten Wetten war Tenet Healthcare. Das Unternehmen betreibt medizinische Einrichtungen in 14 amerikanischen Bundesstaaten. Die Aktie verteuerte sich in den ersten zehn Monaten 2013 um rund 45 Prozent.

Hedge Fund Research: Hedgefonds hinken den Aktien deutlich hinterher

Hedge Fund Research

Hedgefonds hinken den Aktien deutlich hinterher

Im Jahr 2013 hatten Hedgefonds gegen Aktien deutlich das Nachsehen. Das geht aus einer aktuellen Analyse hervor. Der Trend zieht sich nun bereits über mehrere Jahre.

Robbins hatte sich bereits im Jahr 2012 mit den Titeln von Krankenhausbetreibern eingedeckt, nachdem die Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama durch das Oberste Gericht der USA bestätigt worden war. Der Anteil der Klinik-Aktien am Gesamtportfolio, das auch den weniger fokussierten Fonds Glenview Capital umfasst, stieg zuletzt auf 33 Prozent.

Die Gesundheitsreform bedeutet laut Robbins, dass es bald mehr versicherte Menschen in den USA geben wird, die Kliniken aufsuchen werden - und anders als bei den Nicht-Versicherten können die Krankenhäuser Geld mit ihnen verdienen.

Viele der anderen Hedgefonds-Manager, für die es 2013 gut lief, teilten die Vision von Robbins und setzten alles auf die Aktien-Karte. Nur auf diese Weise war es möglich, den US- Leitindex S&P-500 zu schlagen, der unter der Berücksichtigung von reinvestierten Dividenden nach den ersten zehn Monaten 25,3 Prozent im Plus lag. Lediglich 16 große Hedgefonds – zu denen Bloomberg Portfolios  mit mehr als eine Milliarde Dollar Anlagevolumen zählt -  gelang es, das US-Börsenbarometer zu schlagen.

Kommentare (1)

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14.01.2014, 10:13 Uhr

"Er glaubt, dass sich die Börse noch mindestens ein weiteres Jahr nach oben bewegen wird."

Natürlich kann ich irren, aber es würde auch mich überraschen, wenn es nicht so wäre wie oben beschrieben. Zinschritte oder vollständiges Zurückfahren der Anleihekaufe seitens der Notenbanken sind nicht zu erwarten, wenn die Konjunktur nicht signifikant am Ende des Jahres angezogen hat. Und "signifikant" ist weit weg von "robust und nachhaltig". Einen Zinsschritt erwarte ich für dieses Jahr im Moment nicht.

Solange die Zinsen niedrig sind und kein echter Kollaps der Kunjunktur droht, geht es aufwärts. Im Notfall sind die Notenbanken sehr wahrscheinlich bereit, weiter QE zu betreiben/auszuweiten/beginnen.

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