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18.04.2013

19:48 Uhr

Hedgefonds-Legende

Gold-Preissturz brockt Paulson-Fonds Verlust ein

Mit Wetten gegen US-Ramschhypotheken machte John Paulson sich und seine Kunden reich. Die Entwicklung des Goldpreises hat er aber wohl nicht kommen sehen. Seine Fonds haben Insidern zufolge deutlich an Wert verloren.

Hedgefonds-Manager John Paulson: Sein Fonds soll wegen des Goldpreissturzes deutlich an Wert verloren haben. dpa

Hedgefonds-Manager John Paulson: Sein Fonds soll wegen des Goldpreissturzes deutlich an Wert verloren haben.

Boston/New YorkDer Sturz des Goldpreises hat die Hedgefonds-Legende John Paulson auf dem falschen Fuß erwischt. Sein Advantage Fund habe seit Monatsbeginn deutlich an Wert verloren, berichtete eine mit den Zahlen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Paulson, der in der Vergangenheit mit Investitionen in das Edelmetall Milliarden verdient hat, wolle seine Anleger in der kommenden Woche über den aktuellen Stand seiner Fonds informieren.

Der Advantage Fund habe in den ersten beiden April-Wochen 2,4 Prozent verloren, habe aber dennoch seit Jahresbeginn 1,3 Prozent zugelegt, erfuhr Reuters weiter. Ein Sprecher Paulsons wollte sich nicht zu diesen Zahlen äußern.

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Der Goldpreis war allein am Montag um neun Prozent gefallen und verbuchte damit den größten Wertverlust seit drei Jahrzehnten. Paulson war bekanntgeworden, weil er als einer der ersten den Zusammenbruch des US-Häusermarktes 2007 vorhersah, der später das gesamte Finanzsystem ins Wanken brachte. Mit seinen Wetten gegen US-Ramschhypotheken (Subprime) - und auf den großen Crash - verdiente Paulson für seine Kunden und sich selbst Milliarden. Danach verließ ihn allerdings das Glück: Er wettete zu früh auf eine Erholung der US-Wirtschaft.

Goldnachfrage weltweit (in Tonnen)

2003

Schmuck: 2.484
Barren und Münzen: 304
ETFs: -
Industrie: 386
Zentralbanken: -620
Gesamt: 2.594 Tonnen

2004

Schmuck: 2.616

Barren und Münzen: 355

ETFs: 133

Industrie: 419

Zentralbanken: -479

Gesamt: 3.044

2005

Schmuck: 2.719

Barren und Münzen: 396

ETFs: 208

Industrie: 438

Zentralbanken: -663

Gesamt: 3.098

2006

Schmuck: 2.300

Barren und Münzen: 414

ETFs: 260

Industrie: 468

Zentralbanken: -365

Gesamt: 3.077

2007

Schmuck: 2.423

Barren und Münzen: 435

ETFs: 253

Industrie: 476

Zentralbanken: -484

Gesamt: 3.104

2008

Schmuck: 2.304

Barren und Münzen: 869

ETFs: 321

Industrie: 461

Zentralbanken: -235

Gesamt: 3.720

2009

Schmuck: 1.814

Barren und Münzen: 780

ETFs: 623

Industrie: 410

Zentralbanken: -34

Gesamt: 3.593

2010

Schmuck: 2.017

Barren und Münzen: 1.205

ETFs: 382

Industrie: 466

Zentralbanken: 77

Gesamt: 4.147

2011

Schmuck: 1.972

Barren und Münzen: 1.515

ETFs: 185

Industrie: 453

Zentralbanken: 457

Gesamt: 4.582

2012

Schmuck: 1.908

Barren und Münzen: 1.256

ETFs: 279

Industrie: 428

Zentralbanken: 535

Gesamt: 4.405

2013

Schmuck: 2.671

Barren und Münzen: 1.702

ETFs: - 916

Industrie: 354

Zentralbanken: 625

Gesamt: 4.436

2014

Schmuck: 2.457

Barren und Münzen: 1.004

ETFs: - 183

Industrie: 347

Zentralbanken: 588

Gesamt: 4.212

Q1 2015

Schmuck: 601

Barren und Münzen: 253

ETFs: 26

Industrie: 80,4

Zentralbanken: 119

Gesamt: 1.079
Auf das Jahr hochgerechnet: 4.316

Von

rtr

Kommentare (5)

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Kundenbetrug

18.04.2013, 21:06 Uhr

Paulson verdiente sein Geld mit einem Betrug, bei dem er sich mit der Bank Goldman Sachs gegen deren Kunden verbündete.
Im Kern ging es darum, dass Paulson eine Hypothekenportfolio zusammenstellte, das nach Paulson Überzeugung aus reinen Untergangskandidaten bestand.
Goldman Sachs wiederum animierte seine Kunden, das Ausfallrisiko der Schrottpapiere (wie ein Versicherer) zu tragen.
Den Kunden war dabei verschwiegen worden, von wem und nach welchen Kriterien das Untergangsporfolio zusammengestellt worden war.
Im Resultat stiegen die von Paulson billig erstandenen Versicherungen massiv im Wert, während das Schrottportfolio wie vorprogrammiert kollabierte.
Für den Betrug ließ sich Paulson als smarter Investor feiern, während zumindest Goldman Sachs eine Aufsichtsstrafe kassierte.
Investoren wie Paulson gelingt es immer weniger, den Markt outzuperformen, seit Staatsanwaltschaft und Finanzaufsicht solche Gestalten mit dem Instrumentarium durchleuchten, das zur Bekämpfung organisierter kriminalität vorgesehen ist.

Cassandra

18.04.2013, 21:22 Uhr

Wer hier was nicht kommen sieht, wird sich erst am Ende herausstellen.

Ich sage dazu nur - Bernanke 2005: There's No Housing Bubble to Go Bust

Wie haben sie alle über Paulson und Pelligrini in 2005, 2006 und selbst noch 2007 über seine "Verlustwetten" gelacht. Oder auch über "I'm short your house" Lippmann - der Pessimist der DB, der Weltuntergangsverlierer mit seinen unnützen und teuren Vorbereitungen auf den Zusammenbruch seit 2005. Nur am Ende war es Jain mit seiner CDO Müllproduktion am Fließband der Deutsche Bank Milliardenverluste einbrachte.

Account gelöscht!

18.04.2013, 21:46 Uhr

@ Herr Kundenbetrug

Sie tragen ihren Namen mit väterlichen Stolz.

So auch bei Poulson, unser Paulson, ein alter hinterhältiger Freibeuternachfahre, Hanseschwede, eigentlich direkter Zöging von "Godeckes Knecht", kaufte seinerzeit "saugünstig" ein, shortet, kennt seine Pappenheimer, verliert scheinbar paar Milliarden. Liebt das Spiel, so daneben liegt er nicht für deutsche 5 Euro Lottospieler. Kennt US Verschuldung und deren Folgen.

Derzeit springen einige Freibeuter nicht pfleglich mit dem Recken um.

Morgan-Regierung-Sucks-Maeriee und Bernie " der Vervielfältiger" auf der einen Seite, und , gegenüber, Godecke, unser Hanse Schwede. Der Typ ankert schon in der richtigen Karibikbucht.
Jetzt such mal in der Flotte deinen Glatzkopf.

Mit den Sucksglatzköpfn hat er nicht viel gemein, der eine kam aus Norwegen, der andere, wie schon angedeutet, aus Schweden. ( jetzt mal so aus der hohlen Hand ).

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