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19.01.2006

13:43 Uhr

Immobilienfonds in der Krise

KanAm muss zweiten Fonds schließen

Der Anbieter KanAm hat auch seinen zweiten Immobilienfonds geschlossen. Nach der Schließung des Immobilienfonds „Kanam-US-Grundinvest“ hatte der „Kanam-Grundinvest“ bereits am Mittwoch erhebliche Mittelabflüsse verzeichnet.

HB FRANKFURT. Nach Angaben eines Kanam-Sprechers zogen Anleger aus diesem Fonds am Mittwoch bis kurz vor Handelsschluss Geld in Höhe von fünf Prozent des Fondsvolumens von drei Mrd. Euro ab. Marktbeobachter betonten, dass die Schließung des relativ kleinen Kanam-Fonds mit einem Volumen von rund 600 Mill. Euro nicht mit der Krise des DB Grundbesitz-Invest der Deutschen Bank vergleichbar sei. Der Kanam-Fonds sei anders als das Deutsche-Bank-Produkt kaum von Kleinanlegern, sondern vor allem von professionellen Investoren gekauft worden.

Die Aussetzung des Fonds KanAm Grundinvest sei auf drei Monate befristet, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mit. „Dieser Schritt ist nach Rücknahmeverlangen von rund 700 Millionen Euro innerhalb von 24 Stunden notwendig geworden, da sonst die gesetzlich vorgeschriebene Mindestliquidität von fünf Prozent unterschritten worden wäre“, hieß es. Als Grund für die Schließung nannte KanAm eine Verkaufsempfehlung der Rating-Agentur Scope. Der Fonds selbst habe keine Bewertungsprobleme.

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