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30.01.2007

08:30 Uhr

Immobilienfonds

Pirelli Re will iii-Fonds kaufen

Das größte italienische Immobilienunternehmen Pirelli Re bestätigte am Montag erneut das Interesse an zwei offenen Immobilienfonds der iii-Investments GmbH, einer Tochter der Hypo-Vereinsbank (HVB). Dabei gehe es nicht um den Kauf einzelner Immobilien.

cha/kk/rrl MAILAND/MÜNCHEN. Pirelli-Re-Chef Carlo Puri Negri hatte bereits vorletzte Woche am Rande einer Tagung gesagt, dass das Unternehmen bis Februar oder März ein Angebot vorlegen will und dass das ganze Verfahren wohl mehrere Monate dauern werde. „Wenn wir nicht gewinnen, werden wir uns anderes anschauen“, sagte er.

Ein Sprecher der HVB sagte, die Bank suche eine Lösung für iii. Diese werde nicht auf Kosten der Anleger gehen. Aus Münchener Finanzkreisen ist zu hören, dass der Verkauf der iii-Fonds 2,4 Mrd. Euro einbringen soll. Das Geld würde nicht in die Kasse der HVB fließen, denn Fonds sind Treuhandvermögen ihrer Anleger. Die beiden Fonds Euro Immoprofil und Inter Immoprofil gehören seit Jahren zu den Renditeschlusslichtern unter den offenen Immobilienfonds.

Der Verkauf eines kompletten Immobilienpublikumsfonds wäre ein Novum und kompliziert: Wer sich an einem offenen Immobilienfonds beteiligt, übernimmt nicht Anteile anderer Gesellschafter, sondern neue, durch die Investmentgesellschaft ausgegeben Anteile. Er ist dann an den Gebäuden beteiligt, erhöht aber die Liquidität des Fonds. Eine Übernahme ist so nicht möglich. Denkbare Variante: Die HVB übernimmt Fondsanteile, die Anleger zurückgeben. Auf diese Weise hatte die Deka Bank ihren krisengeschüttelten Deka-Immobilienfonds gestützt. Die HVB kann die Rückgabe von Anteilen fördern, in dem sie die börsentäglich ermittelten Rücknahmepreise je Anteil überbietet.

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