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21.03.2013

10:41 Uhr

Immobilienfonds

Prime Office droht Verlust des REIT-Status

Die Eigenkapitalquote der Büroimmobilienfirma Prime Office ist zu gering. Prime Office hat bis zum Jahresende Zeit dies zu ändern. Sonst verliert es den Status als börsennotierter Immobilienfonds.

Leeren Konferenzraum. Prime Office bangt um seinen REIT-Status. dpa

Leeren Konferenzraum. Prime Office bangt um seinen REIT-Status.

FrankfurtDie Büroimmobilienfirma Prime Office hat nur noch bis zum Jahresende Zeit, ihren Status als börsennotierter Immobilienfonds (REIT) zu verteidigen. Dann muss die Eigenkapitalquote bei mindestens 45 Prozent liegen, per Ende 2012 waren es gerade einmal 42,9 Prozent, wie das Münchner Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Eine Lösung könnten weitere Immobilienverkäufe sein, die Geld in die Kasse spülen. Doch das gestaltet sich schwierig, denn der Leerstand im Portfolio ist hoch, weitere Mietverträge laufen demnächst aus. Das lockt im aktuellen Krisenumfeld kaum Investoren an und wenn, dann eher Schnäppchenjäger. Andere Gewerbeimmobilienfirmen schlagen sich derzeit deutlich besser.

Wegen der düsteren Ausgangslage sank der Marktwert der verbliebenen 13 Immobilien, was Prime Office 2012 in die roten Zahlen drückte: Der Nettoverlust lag bei 5,2 Millionen Euro, vor einem Jahr hatte noch ein Gewinn von 17,6 Millionen zu Buche gestanden. Das in der Branche maßgebliche operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) stieg dagegen um fünf Prozent auf 22,8 Millionen Euro und lag damit leicht über den eigenen Erwartungen.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

REITs sind in Deutschland noch nicht besonders verbreitete steuerbegünstigte Gesellschaften, die den Großteil ihrer Gewinne an die Anleger ausschütten müssen. Prime Office will mit der Dividende für 2012 aber am unteren Ende des Möglichen bleiben und stellte 18 (2011: 23) Cent je Aktie in Aussicht.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Karl

21.03.2013, 13:57 Uhr

Die Frage ist durchaus berechtigt. Das Duo Deinböck und Hermuth hat unter der Aufsicht von Roland Berger schon einmal die Anleger bei der Umwandlung der Imobilienfonds in eine AG hereingelegt. Das endete für die meisten Anleger mit einem Verlust von ca. 85% ihrer Einlage, obwohl sie in profitable Immobilien investiert waren. Damals hat die DCM einen goldenen Schnitt gemacht und Herr Berger hat zugesehen.

Jetzt passiert das gleiche nochmals an der Börse, wenn man sich den Ausblick für den FFO anschaut.

[...]

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