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09.12.2011

13:48 Uhr

Indexfonds

Die Risiken stecken im Detail

VonIngo Narat

Der Schwellenländer-Fan hat die Qual der Wahl: Will er einen aktiv verwalteten Fonds kaufen oder ein Produkt, das eine Index-Wertentwicklung liefert? Rein statistisch hat letztere Alternative einen Vorsprung.

In puncto Kosten haben Indexfonds Vorteile: Als börsengehandelte Produkte fallen keine Ausgabeaufschläge an. Reuters

In puncto Kosten haben Indexfonds Vorteile: Als börsengehandelte Produkte fallen keine Ausgabeaufschläge an.

FrankfurtBei Finanzprodukten, die die Wertentwicklung eines Indexes abbilden, sind auch börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs, im Angebot. Diese Fonds beziehen sich auf eine Messlatte für die Schwellenländerbörsen, werden börsentäglich gehandelt und können zum jederzeit fairen Wert gekauft oder verkauft werden.

Der Ertrag soll möglichst genau die Wertentwicklung des gewählten Indexes widerspiegeln. Der Käufer hat dafür die Sicherheit, dass er – im Gegensatz zu einem aktiven Fondsmanager – kaum schlechter als die Messlatte abschneiden kann. Hier trifft kein Manager Entscheidungen über die Höhe von Einzelpositionen. Vielmehr gibt die Indexzusammensetzung die Struktur des Depots vor.

Rein statistisch haben diese Indexfonds einen Vorsprung. „Bei aktiven Fonds schaffen zwei Drittel der Verwalter ihre Messlatte nicht, wenn man die laufenden Gebühren einrechnet“, sagt Gordon Rose, ETF-Analyst bei der Ratingagentur Morningstar in London. Dafür verzichtet der Investor aber auch auf die Chance eines Mehrertrags.

In puncto Kosten haben ETFs Vorteile. Als börsengehandelte Produkte fallen keine Ausgabeaufschläge an. Es gibt also keine einmaligen Kaufgebühren wie bei nicht börsengehandelten Investmentfonds. Die laufenden Gebühren sind geringer als beim aktiv gemanagten Produkt. Im Schnitt liegen sie bei 0,70 Prozent. Ein aktiver Fonds für Schwellenländer-Aktien verlangt mindestens doppelt so viel.

Die Produkte sind aber unterschiedlich konstruiert. Manche ETFs kaufen die Indexpapiere tatsächlich. Andere lassen sich den Indexertrag durch eine Partnerbank garantieren und haben dann andere Wertpapiere im Depot. „In manche Märkte kann man ohnehin kaum direkt investieren“, sagt Marc Sattler, Geschäftsführer der Anlagefirma Ad-Vanced.

Solche Tauschgeschäfte oder Swaps sind also interessant. „Aber dafür hat der Anleger ein Insolvenzrisiko, falls die Bank zahlungsunfähig werden sollte“, sagt Rose. Doch ein Kontrahentenrisiko gehe der Anleger auch ein, wenn ein ETF oder ein anderer Fonds Teile seiner Bestände verliehen habe. Das sei durchaus üblich, meint er.

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