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14.06.2012

11:32 Uhr

Indexfonds

ETF-Portfolios sind der neue Anlagetrend

Börsennotierte Indexfonds sind schon länger überaus beliebt bei Anlegern. Nun kommen weitere Produkte auf den Markt. Amerikanische Private-Equity-Unternehmen entdecken die ETF-Portfolios für sich.

Der weltweit größte ETF-Anbieter Blackrock bietet in den USA vermögensverwaltende ETF-Portfolios an. ap

Der weltweit größte ETF-Anbieter Blackrock bietet in den USA vermögensverwaltende ETF-Portfolios an.

FrankfurtImmer mehr Private-Equity-Unternehmen in den USA setzen auf einen neuen Trend in der Branche für börsennotierte Indexfonds (ETFs). Sie steigen in Gesellschaften ein, die Investoren komplette Portfolios verschiedener ETFs anbieten - ähnlich dem Dachfonds-Konzept, aber nicht im Fondsmantel. „Wir denken, dass sich ETF-Modellportfolios sehr gut durchsetzen werden“, sagt beispielsweise Chris Lalonde, Manager bei Century Capital Management. Auch FTV Capital, Aquiline Capital Partners und Grail Partners zählen zu den Private-Equity-Unternehmen, die sich dort engagieren wollen.

Das Konzept der fertigen ETF-Portfolios ist in den USA noch relativ neu. Die Portfolios werden nicht nach individuellen Investorenwünschen gemanagt, sondern es gibt fertige Varianten - zum Beispiel für konservative oder besonders risikobereite Anleger.

Außerhalb der Private-Equity-Branche erwarten Experten ebenfalls ein rasantes Wachstum dieser Produkte. Denn nachdem Investoren ETFs als Produkte kennengelernt hätten, seien sie nun bereit für darauf aufbauende Produkte. Zudem verstärkten die zunehmenden Börsenturbulenzen den Wunsch nach vermögensverwaltenden Produkten, die den Investoren die Überwachung des Portfolios und Umschichtungen abnehmen. Zwar gibt es dafür auch entsprechende Dachfonds, die in aktiv gemanagte Fonds investieren. Allerdings könnten ETF-Modellportfolios gegenüber diesen wegen ihrer geringeren Kosten punkten, meinen Experten.

Auch der weltweit größte ETF-Anbieter Blackrock bietet in den USA vermögensverwaltende ETF-Portfolios an - über das iShares Connect Program. Dabei setzt der Branchenprimus nicht nur seine hauseigenen iShares-ETFs ein, sondern auch Produkte anderer Anbieter. Blackrock erwartet, dass der Markt für fertige ETF-Portfolios in den USA bis Ende 2012 auf 120 Milliarden Dollar anwachsen wird.

Kommentare (1)

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Kronecker

14.06.2012, 11:56 Uhr

Leider haben ETF-Portfolios einen großen Nachteil: Das, was drauf steht, ist nicht drinnen. Man kauft eine Black Box. Ich "wette", dass nicht einmal die ETF-Gesellschaften, Wert und Risiko ihrer Produkte kennen. Auch der DAX® besteht zwar nominal aus 30 Aktien, effektiv sind aber gerade mal 12, die das Risiko tragen.

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