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18.08.2011

12:55 Uhr

Indexfonds

Gold-ETFs verzeichnen Rekordzuflüsse

Die Euro-Krise schwelt weiter, die Anleger flüchten in Gold - und bewirken damit Rekordzuflüsse für börsennotierte Indexfonds auf das Edelmetall. Und der Branchenverband rechnet mit weiter steigenden Investitionen.

Der Branchenverband World Gold Council (WGC) rechnet wegen der Schuldenkrise im Euroraum auch im dritten Quartal mit hohen Investitionen in Gold. Quelle: dapd

Der Branchenverband World Gold Council (WGC) rechnet wegen der Schuldenkrise im Euroraum auch im dritten Quartal mit hohen Investitionen in Gold.

FrankfurtWegen der Flucht der Anleger in Gold haben börsennotierte Indexfonds (ETFs) auf das Edelmetall im Juli und August Rekordzuflüsse verzeichnet. „Wir rechnen wegen der Schuldenkrise im Euroraum auch im dritten Quartal mit hohen Investitionen in Gold“, sagte Marcus Grupp, Investment-Direktor beim Branchenverband World Gold Council (WGC).

Um ihre Produkte physisch mit Gold zu besichern, hätten die ETFs so viel von dem Edelmetall ordern müssen wie nie zuvor. Im zweiten Quartal ging die Nachfrage zwar um 17 Prozent zurück, auf Jahressicht werde sich wegen der Zukäufe in Asien und der anhaltenden Furcht vor weiteren Turbulenzen am Aktienmarkt aber ein Plus ergeben, teilte das WGC mit.

Vor allem in Indien und China sei zudem der Bedarf nach Goldschmuck hoch. „Zusammen machen diese beiden Länder 50 Prozent der Goldschmuck-Nachfrage aus“, sagte Grubb. In anderen Ländern wurde im zweiten Quartal allerdings weniger geordert: Im vom Jahrhundert-Erdbeben erschütterten Japan sank die Nachfrage um 14 Prozent, in Italien um 15 Prozent und in den USA um acht Prozent. Auch die Notenbanken waren den Angaben zufolge im zweiten Quartal am Markt aktiv und stockten ihre Goldreserven unter dem Strich um insgesamt 69,4 Tonnen auf.

Zu den kürzlich offiziell aktiv gewordenen Zentralbanken zählen Mexiko, Thailand, Südkorea und Russland. Obwohl sieben Prozent mehr Gold gefördert wurde, stieg das Goldangebot wegen der Zukäufe der Zentralbanken nur um vier Prozent auf 1058,70 Tonnen.

Von

rtr

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