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21.07.2011

17:24 Uhr

Indexfonds

Große ETF-Anbieter büßen Marktmacht ein

Kleine Wettbewerber konkurrieren zunehmend mit den großen Anbietern von börsennotierten Indexfonds. In Europa sinkt der Anteil der fünf größten Anbieter weiter, ähnlich sieht es in Asien aus.

Börsennotierte Indexfonds sind bei Anlegern beliebt. Quelle: dapd

Börsennotierte Indexfonds sind bei Anlegern beliebt.

FrankfurtDie großen Anbieter auf dem europäischen Markt für börsennotierte Indexfonds (ETFs) bekommen zunehmend Konkurrenz von kleineren Wettbewerbern. Im ersten Halbjahr 2011 verloren die Branchengrößen weitere Marktanteile, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Deutschen Bank zeigt. Ende Juni 2011 hätten die fünf größten Anbieter 75,6 Prozent des Vermögens verwaltet, nachdem es Ende 2010 noch 77,6 Prozent gewesen seien.

Dem Bericht zufolge flossen den ETF-Anbietern in Europa von Anfang Januar bis Ende Juni rund 14,7 Milliarden Euro frisches Kapital zu. Davon entfiel der Löwenanteil mit 6,4 Milliarden Euro auf den Branchenprimus Blackrock. Die Nummer Fünf unter den europäischen Anbietern, Credit Suisse, kam auf 1,1 Milliarden Euro. Diese beiden Anbieter waren jedoch die beiden einzigen Riesen unter den fünf Gesellschaften, die den Großteil der Zuflüsse auf sich vereinten.

Die drei anderen Anbieter, die besonders viel frisches Kapital verbuchten, waren UBS, Source und Amundi. Dadurch konnten diese Gesellschaften, allesamt von mittlerer Größe, ihre Marktanteile ausbauen.

In Asien büßten die großen Anbieter in der ersten Jahreshälfte noch stärker an Marktmacht ein als in Europa. Der Markt dort sei noch nicht so ausgereift wie in Europa, hieß es in der Studie zur Begründung. Dadurch hätten neue, kleinere Anbieter bessere Chancen, sich gegen etablierte Gesellschaften durchzusetzen. Anders verlief die Entwicklung in den USA, wo der ETF-Markt weltweit am stärksten gereift ist. Dort blieben die Kräfte ähnlich verteilt wie Ende 2010. Künftig werde es dort für kleinere Wettbewerber noch schwieriger, zusätzliches Geschäft zu gewinnen, hieß es.

Von

rtr

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