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29.05.2012

12:02 Uhr

Indexfonds

Rekordzuflüsse bei Gold-ETFs

231 Millionen Dollar in einer Woche – so viel haben Investoren in der vergangenen Woche in ETFs und ähnliche Produkte auf den Goldpreis eingezahlt. Das berichtet Europas größter Anbieter.

Gold ist wie immer in Krisenzeit gefragt, auch entsprechende ETFs. obs

Gold ist wie immer in Krisenzeit gefragt, auch entsprechende ETFs.

FrankfurtDie anhaltende Krisenstimmung hat Investoren zuletzt scharenweise in börsennotierte Indexfonds (ETFs) und ähnliche Finanzprodukte (ETCs, ETNs) auf den Goldpreis getrieben. Europas größter Anbieter für börsennotierte Rohstoffprodukte, ETF Securities, verzeichnete in der vergangenen Woche in seinen Gold-ETFs und -ETCs den bisher höchsten wöchentlichen Zufluss dieses Jahres, wie er am Dienstag mitteilte. Demnach haben Investoren in der vergangenen Woche unter dem Strich 231 Millionen Dollar in diese Produkte investiert.

„Dies könnte eine Trendumkehr bei den Investments in Gold gewesen sein“, sagte Nigel Longley, der das deutsche Geschäft von ETF Securities leitet. In den vergangenen Wochen war keine eindeutige Vorliebe der Anleger für Goldprodukte erkennbar gewesen - und das, obwohl das Edelmetall in unsicheren Zeiten grundsätzlich als Krisenwährung gefragt ist.

„Die anhaltende Schulden- und Regierungskrise in Griechenland nährt Sorgen um die Währungsstabilität in Europa, weshalb Investoren in der vergangenen Woche ihre Positionen in ETCs auf Gold ausgebaut haben“, kommentierte Longley die jüngste Entwicklung. „Zudem haben Nachrichten von Zentralbank-Käufen des Edelmetalls, wie etwa der Philippinischen Zentralbank, die Marktaussicht für Gold wieder gestärkt.“

Im Gegensatz dazu haben viele Investoren zuletzt Reißaus bei Industriemetallen genommen. ETF Securities verzeichnete in seinen Kupfer-ETCs den höchsten wöchentlichen Mittelabfluss seit zwei Jahren. Dieser belief sich auf 35 Millionen Dollar. „Da sich die weltwirtschaftlichen Aussichten verschlechtern, bauen Investoren ihre Positionen in dem zyklischen Industriemetall ab“, sagte Longley.

Drei Methoden, einen Index abzubilden

Full Replication

„Full replication“ heißt übersetzt volle Nachbildung. Bei der Methode steckt das Vermögen des ETFs in den Aktien des zugrundeliegenden Index – und zwar entsprechend der Gewichtung der Aktien im Index. Das heißt, das Börsenbarometer wird eins zu eins nachgebildet.

Optimised Sampling

Diese selektive Teilnahme bedeutet, dass der ETF einige aber nicht alle Aktien eines Index erwirbt. So bildet er den Index näherungsweise ab. Dieses Verfahren wird – häufig aus Kostengründen – vor allem bei Indizes verwendet, in denen besonders viele Aktien notiert sind.

Swap

Bei Swap-ETFs (Swap = Tausch) wird das Fondsvermögen in Wertpapiere, beispielsweise Aktien oder Anleihen, investiert. Zusätzlich zu diesem Basisportfolio wird mit einer Bank ein sogenannter Swap abgeschlossen. Der ETF-Anbieter tauscht so die Wertentwicklung des Basisportfolios gegen die Performance des abzubildenden Index. Die Kombination aus Basisportfolio und Swap stellt sicher, dass der ETF die Wertentwicklung des jeweiligen Index möglichst exakt nachvollzieht.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Ben

29.05.2012, 14:53 Uhr

Eine lächerlich geringe Summe
Wer ist denn auch so bescheuert Gold bei ETF`s zu "kaufen" - bunkern ??????
Dümmer gehts nimmer.....

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