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17.01.2005

08:26 Uhr

Indexprodukte setzen sich in Szene - Einige Manager schließen ihre Fonds für Neuinvestoren

Aktienfonds führen Ranking an

VonIngo Narat

Die Besitzer von Investmentfonds blicken auf ein gutes Jahr 2004 zurück. In der Regel fielen Gewinne an. Zweistellige Wertgewinne spülten vor allem Aktienfonds in die Kassen, insbesondere Produkte mit Anlageschwerpunkt Schwellenländer oder Nebenwerte. Gute Resultate brachten auch Indexfonds, deren Portfolios nach Vorgabe einer gewählten Börsen-Messlatte zusammengesetzt sind.

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FRANKFURT/M. Im laufenden Jahr dürften die Anlageentscheidungen schwieriger werden. Zwar erwarten insbesondere Experten für Emerging Markets weitere überdurchschnittliche Wertgewinne. In anderen Aktiensegmenten sehen einige Portfoliolenker aber nur noch begrenzte Chancen. Und auch die Luft an den Anleihemärkten dürfte dünner werden, wenn die Auguren mit ihren Erwartungen steigender Zinsen und Renditen recht behalten.

Die Auswertung der Analysefirma Feri Trust berücksichtigt alle rund 6 000 in Deutschland angebotenen Investmentfonds in- und ausländischer Gesellschaften. Insgesamt 35 wichtige Fonds-Anlageschwerpunkte sind aufgelistet. Die Reihenfolge richtet sich nach der durchschnittlichen Wertveränderung der einzelnen Gruppen im vergangenen Jahr. Zur längerfristigen Orientierung sind auch die durchschnittlichen jährlichen Veränderungen über einen Fünfjahres-Zeitraum angegeben. Parallel zur Gesamtübersicht startet das Handelsblatt heute im Rahmen seiner täglichen Beiträge über die Performance einzelner Fondsgruppen mit den ausführlichen Jahresanalysen - zu Beginn mit deutschen Aktienfonds für Standardwerte (siehe auch: Portfoliomanager setzen stärker auf Dax-Titel).

Als größte Gewinner in der Gesamtauswertung entpuppten sich Aktienfonds für Osteuropa, die im Schnitt 30,54 Prozent zulegten. Motor war vor allem der EU-Beitritt von zehn Ländern aus der Region. Die gute Entwicklung dürfte anhalten, glauben Optimisten. Zu dieser Gruppe zählt Thomas Farthofer von der Bawag Invest in Wien. Er steuert für die Deutsche Kreditbank den DKB Osteuropa Fonds, der mit einem Plus von 47,49 Prozent das beste Gesamtergebnis für 2004 unter allen Fonds abliefert. Guter Dinge ist auch Tibor Schindler, Chefstratege des größten österreichischen Fondshauses Raiffeisen Capital Management. Er sieht mittelfristig weitere Kursphantasie für die Wertpapiermärkte. Denn die neuen EU-Länder müssten sich jetzt fit machen und die Reformen voran treiben: „Das nächste Ziel ist der Euro-Beitritt, was mittelfristig für weitere Kursphantasie bei Aktien und Anleihen sorgen dürfte.“

Andere Schwellenländerregionen spielen ebenfalls vorne mit. Die zweitplatzierte Gruppe der Aktienfonds für Lateinamerika gewann im Schnitt 28,14 Prozent. Am besten wirtschaftete Mark Mobius, der mit dem Regionenprodukt der US-Gesellschaft Franklin Templeton noch deutlich mehr herausholte. Der Experte für Emerging Markets erwartet zwar „auch für das laufende Jahr wegen des höheren Wachstums stärkere Gewinne an den Börsen der Schwellenländer als an denen der Industrieländer“. Der Mann aus Hongkong sieht jetzt aber – im Gegensatz zu den Ergebnissen 2004 – die besten Chancen in Asien, gefolgt von Osteuropa und Lateinamerika.

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