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13.02.2006

11:21 Uhr

Investa Opportunity spitze

Dachfondsmanager sehen noch Potenzial für Rohstoffe

VonKerstin Jaumann (Der Fonds)

Rüdiger Geisler hat es geschafft. Obwohl der Berater des Dachfonds Inovesta Opportunity Ende 2005 noch Liquidität aufgebaut hat, reichte es zum Sieg: Mit einem Plus von knapp 34 Prozent liegt der im Mai 2000 bei Oppenheim Pramerica aufgelegte Fonds an der Spitze der Kategorie "Dachfonds flexibel"

Bilanz 2005: Dachfonds (flexibel). Grafik: Handelsblatt

Bilanz 2005: Dachfonds (flexibel). Grafik: Handelsblatt

HAMBURG. Während Geisler im vergangenen Jahr noch auf Zielfonds gesetzt hat, die in Wachstumsregionen wie China, Osteuropa oder Lateinamerika investieren, ist er inzwischen defensiver aufgestellt. "Viele dieser Märkte sind einfach zu heiß gelaufen", sagt er. Daher hat der Oppenheim-Berater einige seiner Positionen zurückgefahren und Gewinne mitgenommen.

Auch von seiner ehemals größten Position, dem MLIIF World Mining von Merrill Lynch, und seinen Goldpositionen hat er sich getrennt. Stattdessen setzt Geisler nun auf die Bereiche Versicherung, Technologie und Telekommunikation. "Vor allem die Technologie- und Telekombranche sind dem Markt in den vergangenen Jahren stark hinterhergehinkt", so Geisler. Daher seien sie unterbewertet und verfügten über entsprechendes Aufholpotenzial. Im Fonds deckt er die Bereiche über die drei Exchange Traded Funds (ETFs) Dow Jones Stoxx 600 Insurance, Dow Jones Euro Stoxx Technology und Dow Jones Euro Stoxx Telecommunication ab. Zur Risikostreuung setzt der Geschäftsführer der Inovesta GmbH zudem auf die beiden Nebenwertefonds Acatis Aktien Global und den Lupus Alpha Smaller Tec Champions.

Mit Neuinvestitionen hält Geisler sich zurück; er hat die Barreserve auf mittlerweile 30 Prozent angehoben. Langfristig ist er jedoch weiter sehr positiv für Rohstoffe gestimmt. Geisler: "Der Ölpreis dürfte auch in diesem Jahr noch weiter steigen." Zunächst sei allerdings mit einer Korrektur zu rechnen, die zum Wiedereinstieg genutzt werden könne.

"Obwohl der Rohstoffsektor schon sehr gut gelaufen ist, gehen wir von einer weiteren Steigerung aus", sagt auch Eckhardt G. Jess. Der Berater des drittplatzierten Beta Select von DJE Investment will deshalb bereits bestehende Positionen in diesem Segment weiter ausbauen. Zudem räumt Jess den von Geisler verschmähten Goldfonds langfristig sehr gute Chancen ein: "Bislang ist der Investitionsgrad beim gelben Metall noch nicht sehr hoch", sagt der Geschäftsführer der Kieler Vermögensverwaltung Dahm + Jess, der auch diesen Bereich weiter ausbauen will. Darüber hinaus soll ein Teil der aktuell bestehenden Barreserve von 15 Prozent nach Hongkong und Osteuropa fließen. "Vor allem an Russland kommt man derzeit wegen des hohen Ölpreises nicht vorbei", so Jess. Die Region soll daher künftig über den Griffin Eastern European abdeckt werden, der traditionell sehr stark auf Russland setzt.

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