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26.01.2007

11:36 Uhr

Japan-Fonds

Manager erwarten Kursgewinne

VonC. Lindenberg (Das Investment)

"Die Börse ist keine Einbahnstraße", lautet eine gängige Anlegerweisheit. Das galt im vergangenen Jahr ganz besonders für den japanischen Aktienmarkt. Für 2007 gibt sich der JP-Morgan-Manager optimistisch, dass Japans Aktienmarkt besser abschneidet als andere Regionen.

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Bilanz 2006: Japan-Fonds.

HAMBURG. Nach der Hausse des Vorjahres, die den MSCI Japan um rund 45 Prozent steigen ließ, gingen die Kurse 2006 zunächst rasant auf Talfahrt, um sich danach wieder zu fangen. Per Jahresultimo lag der Index auf Euro-Basis aber immer noch mit knapp fünf Prozent im Minus.

Glimpflicher kamen die Anleger des Morgan Stanley Japanese Value Equity davon, der demgegenüber "nur" ein Minus von 1,30 Prozent verbuchte und damit das beste Jahresergebnis unter den 125 bei Feri Rating & Research gelisteten Japanfonds erzielte. "Die Untergewichtung von Banktiteln und die hohe Gewichtung von rund 30 Prozent in Elektronikwerten hat am meisten dazu beigetragen, die Verluste in Grenzen zu halten", begründet Morgan-Stanley-Manager Kunihiko Sugio den vergleichsweise moderaten Verlust und nennt als Beispiel den Spielkonsolenhersteller Nintendo und den Elektronik-Konzern Canon.

Wie der Fondsname andeutet, folgt Sugio einem Value-Ansatz und investiert dementsprechend in unterbewertete Aktien mit einem Börsenwert von mindestens 300 Mill. Dollar, die er aus einem Universum von rund 1 500 Titeln herausfiltert. "Für den Fonds kommen jedoch nur Aktien infrage, die gemessen an der Bewertung zum unteren Viertel gehören", erläutert Sugio, der im Schnitt 50 bis 70 Einzelwerte hält.

Bereits an den Fondsnamen ersichtlich und damit fest definiert ist die Anzahl der Einzeltitel dagegen beim zweitplatzierten Indexfonds UBS ETF Dow Jones Japan Titans 100 und dem aktiv gemanagten Japan 50 Equity Fund von JP Morgan Asset Management. Letzterer erzielte mit einem Minus von 3,12 Prozent das drittbeste Ergebnis seiner Vergleichsgruppe und wird wie der Klassensieger nach dem Value-Ansatz gemanagt.

Zu den aktuellen Favoriten des Fondsmanagers Ryoichi Arai gehören derzeit unter anderem die Bereiche Industrieelektronik und Basisindustrien. "2006 hat sich das ausgezahlt, insbesondere bei Japans zweitgrößtem Stahlunternehmen JFE Holdings, dessen Aktienkurs allein im vierten Quartal um 32 Prozent stieg", erläutert Arai.

Für 2007 gibt sich der JP-Morgan-Manager optimistisch, dass Japans Aktienmarkt besser abschneidet als andere Regionen. "Das Land befindet sich mitten im nachhaltigsten Aufschwung der Nachkriegsgeschichte", so Arai. "Die großen Unternehmen verbuchten bereits 2006 Rekordgewinne, wir erwarten auch für dieses Jahr Gewinnzuwächse im zweistelligen Bereich", assistiert Morgan-Stanley-Manager Sugio. Offen sei jedoch, ob export- oder binnenorientierte Titel am Ende des Jahres die Nase vorn haben werden.

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